26.01.2018, 17:41 Uhr

Traun: Wirbel um den City-Bus

Bus-Blockade in der Haferstraße: Weitmann: „Dort müssen die Fahrer eine Sechs-Minuten-Pause einhalten.“ (Foto: ÖVP Traun)

Seit 1. Jänner hat Traun ein neues City-Bus-Konzept. Kritik sorgt für Unverständnis beim Stadtchef.

TRAUN (nikl). „Es ist leichter, es zu kritisieren, als eine konstruktive Lösung anzubieten“, ist für den Trauner Ortschef Rudolf Scharinger die Kritik der ÖVP kontraproduktiv: „Vor wenigen Tagen wurde dieses Konzept nun umgesetzt. Schade, dass man als ÖVP gleich negativ an die Öffentlichkeit rausgeht, ohne abzuwarten, wie sich das System bewährt.“ Für Scharinger steht fest: „Wir sammeln jetzt die Verbesserungsvorschläge und werden diese – nach Möglichkeit – umsetzen. Ich möchte schon festhalten: Die Stadt Traun hat dieses System nicht geplant.“

„Katastrophe, Katastrophe schreien ist viel zu wenig“

Scharinger: „Schauen wir uns die Haltestelle Altersheim an: Diese wurde aufgelassen, weil sie verkehrsmäßig schwer erreichbar und nicht stark frequentiert gewesen ist. Aber wir werden uns alle Anregungen genau anschauen.“ Darüber hinaus sieht der Stadtchef die ÖVP gefordert: „Katastrophe, Katastrophe schreien ist viel zu wenig. Grundsätzlich fällt das Thema in die Kompetenz des Verkehrsausschusses, auch wenn die VP gegen das City-Bus-Konzept war. Wenn es Änderungen der Linienführung geben soll, ist auch die ÖVP gefragt.“ Diese verweist im Zuge der Neuausrichtung des City-Bus-Verkehrs auf „großen Unmut und massive Beschwerden aus der Bevölkerung“.

„Befürchtungen übertroffen“

„Das neue System wird als nicht benutzerfreundlich und nach Ansicht der regelmäßigen City-Bus-Benützer als echte Verschlechterung bezeichnet. So werden die nicht zentral eingerichteten Umstiegsstellen, das Nichtanfahren des Trauner Altenheimes und der Trauner Kreuzung, Letztere als mögliche Umstiegsstelle zur Straßenbahn, kritisiert“, betont Wolfgang Weitmann, Fraktionsobmann der Trauner Volkspartei: „ Auch die Verwendung von derartig großen Bussen ist nicht nachvollziehbar. Den Vogel hat man wohl in der Haferstraße abgeschossen. Dort müssen die Fahrer eine Sechs-Minuten-Pause einhalten. Die Fahrbahn ist dort so eng, dass kein weiteres Fahrzeug vorbeikann und warten muss, bis die Wartezeit des Busses abgelaufen ist.“ Fazit der VP: „Unsere Befürchtungen hinsichtlich mangelnder Tauglichkeit des von SP und FP beschlossenen Citybus-Systems sind leider übertroffen worden.“
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