25.10.2017, 07:17 Uhr

UPDATE Nichten- und Neffentrick: Erneuter Fall in Neuhofen an der Krems

(Foto: BRS/Auer)

In Neuhofen an der Krems, Wilhering und Linz erfolgten am 24. Oktober 2017 wieder Telefonanrufe der sogenannten Nichten- und Neffentrickbetrüger. Nun wurde bekannt, dass auch am 23. Oktober bei einer Seniorin der Trick angewendet worden war.

NEUHOFEN AN DER KREMS. Wie die Polizei mitteilt, erhielt gegen 12 Uhr eine 89-jährige Pensionistin aus Neuhofen/Krems auf ihr Festnetztelefon einen Anruf, wobei sich die Anruferin in hochdeutscher Sprache als ihre Tochter, bzw. in weiterer Folge als ihre Schwiegertochter ausgab.

Sie bat die betagte Frau um Geld, da sie eine Wohnung kaufen möchte. Sie sei gerade beim Notar und benötige das Geld sofort. Es sei kein genauer Betrag genannt worden. Da der Pensionistin das Gespräch ab diesem Zeitpunkt merkwürdig erschien, beendete sie das Telefonat.

Es entstand somit kein Schaden.

Bericht vom 25. Oktober:

Zentralraum: Nichten- und Neffentrick gescheitert

BEZIRK (red). Zumindest vier Fälle wurden bei der Polizei angezeigt und in keinem Fall waren die Betrüger erfolgreich.

85.000 Euro als Anzahlung benötigt

In Neuhofen an der Krems versuchte um 16 Uhr eine unbekannte Frau mit ausländischem Akzent bei zwei Pensionistinnen jeweils 85.000 Euro zu entlocken. Sie rief die Opfer am Festnetz an, fragte, ob sie alleine zu Hause seien und sie auf einen Kaffee vorbeikommen dürfe. Dann gab sie an, sich eine Wohnung gekauft zu haben und etwa 85.000 Euro als Anzahlung zu benötigen. Nachdem beide Opfer angaben, nicht so viel Geld zu haben, fragte sie, ob sie Goldschmuck oder Bargeld zu Hause hätten. Beide Opfer wurden stutzig und beendeten das Telefonat. Es entstand kein Schaden.

„Darf ich auf einen Kaffee oder Tee zu dir kommen“

In Wilhering erhielt um 12:30 Uhr eine Frau einen unterdrückten Anruf auf ihrem Festnetzanschluss. Der Anrufer, ein Mann mit akzentfreiem Hochdeutsch, sagte: "Überraschung, ich bin in Linz. Darf ich auf einen Kaffee oder Tee zu dir kommen?" Die Frau war eigenen Angaben nach zwar überrascht, glaubte aber im Gesprächspartner einen entfernten Verwandten erkannt zu haben und sprach ihn mit dem Vornamen an. Der Anrufer bejahte sofort und erzählte, dass er ein Problem habe und binnen einer Stunde 58.000 Euro für den Kauf eines Baugrundes benötigen würde. Er gab auch an, er werde ihr das Geld morgen bis 10:30 Uhr rückerstatten.

Betrüger ließ nicht locker


Der Wilheringerin kamen im Zuge der Gespräche jedoch immer mehr Zweifel, weshalb sie die Telefonate von sich aus beendete. Laut ihren Angaben habe der Unbekannte mindestens zehn bis fünfzehnmal sowohl am Festnetz als auch auf ihrem Handy angerufen. Es entstand kein Schaden.

Vorgetäuschter Unfall als Trick

In Linz erhielt um 10:30 Uhr eine über 90-jährige Frau am Festnetz einen Anruf einer männlichen Person (gutes Deutsch, leichter Akzent), welcher sich als Familienangehöriger ausgab und wegen eines Unfalles Geld haben wollte. Die betagte Frau durchschaute jedoch den Täter, beendete das Gespräch und verständigte die Polizei.

Tipps der Polizei

• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und Sie diese nicht erkennen.
• Geben Sie niemals Auskünfte über Ihre finanziellen Verhältnisse.
• Halten Sie nach einem Anruf mit Geldforderungen sofort Rücksprache mit Familienangehörigen oder Vertrauenspersonen.
• Lassen Sie sich niemals zu Geldabhebungen drängen.
• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
• Informieren Sie bei verdächtigen Anrufen sofort die Polizei.

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