Versprach ihnen Arbeitsmöglichkeiten
57-Jährige zwang chinesische Frauen in Linz zur Prostitution
- Die Angeklagte habe ihnen zunächst lukrative Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten versprochen und sie gegen überhöhte Reisekosten nach Österreich gebracht.
- Foto: BezirksRundSchau
- hochgeladen von Victoria Preining
Eine 57-jährige Chinesin ist am Dienstag, 18. August, am Linzer Landesgericht wegen des Vorwurfs, aus China eingereiste Frauen in Linz zur Prostitution gezwungen zu haben, rechtskräftig verurteilt worden. Die Angeklagte soll den Frauen zunächst lukrative Arbeitsmöglichkeiten in Österreich versprochen, sie anschließend in eine Abhängigkeit gebracht und ihre Reisedokumente abgenommen haben. Über Online-Inserate soll sie die beiden Frauen zur Prostitution angeboten und die daraus erzielten Einnahmen für sich behalten haben. Sie erhielt eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten, davon acht Monate unbedingt.
LINZ. Am Dienstag, 18. August, musste sich eine 57-jährige Chinesin vor dem Linzer Landesgericht verantworten. Ihr wurde vorgeworfen, im Zeitraum von Ende 2024 bis zumindest 18.07.2025 aus China eingereiste Staatsbürgerinnen zur Prostitution in Linz gezwungen zu haben. Zuvor hatte die Polizei bei einer Schwerpunktaktion gegen illegale Wohnungs- und Hotelprostitution im Vorjahr mehrere Menschen festgenommen, die unter Verdacht eines grenzüberschreitenden Menschenhandels mit chinesischen Frauen standen, die zur Prostitution gezwungen worden sein sollen. MeinBezirk berichtete.
Online zur Prostitution angeboten
Die Angeklagte habe ihnen zunächst lukrative Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten versprochen und sie gegen überhöhte Reisekosten nach Österreich gebracht. Anschließend habe sie ihnen die Reisedokumente abgenommen und die Frauen – unter dem Vorwand, sie hätten Schulden und ohne ihre Dokumente keine Möglichkeit, das Land zu verlassen – über Online-Inserate zur Prostitution angeboten.
24 Monate Haft, acht unbedingt
Die Einnahmen der zwei Chinesinnen soll sie an sich genommen und außerdem die Lebensführung der Opfer bestimmt haben. Die 57-jährige Angeklagte wurde rechtskräftig zu 24 Monaten Haft, acht davon unbedingt, verurteilt. Die Probezeit beträgt drei Jahre.
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