Halbe Million Euro Buntmetall gestohlen
Zwei Putzmänner räumten Voest-Kupferlager leer – Prozess
- Zehn Tonnen Kupfer: Die Diebe schlugen am Gelände der voestalpine zu
- Foto: Smarterpix/Spitzi
- hochgeladen von Felix Aschermayer
Fünf Männer müssen sich nächsten Mittwoch, 20. August, am Landesgericht Linz verantworten, weil sie bei der voestalpine Kupferplatten im Wert von 571.000 Euro gestohlen und verscherbelt haben sollen.
LINZ. Laut Anklage schafften zwei junge Ungarn (22 & 24) am 29. Oktober 2024 insgesamt 15 Platten mit mehr als 10 Tonnen Gesamtgewicht – allesamt Sonderanfertigungen aus einem Spezialauftrag – in mehreren Fahrten von einem abgesperrten Lagerplatz am Gelände der Voest.
Insider-Job
Pikant: Weil sie dort als Reinigungskräfte arbeiteten, wussten sie, was es "zu holen" gab und hatten mit ihren Chipkarten außerdem ganz einfach Zugang zu dem abgesperrten Bereich. Was die beiden Buntmetalldiebe aber offensichtlich nicht bedacht haben, ist, dass jeder Zutritt elektronisch protokolliert wird. So war rasch klar, wer dort nichts zu suchen hatte un erst recht nicht zwei Gebäudereiniger außerhalb ihrer Dienstzeit. So kam ihnen die Polizei auch rasch auf die Schliche.
Schrotthändler wegen Hehlerei angeklagt
Da war das Kupfer im Wert von einer halben Million Euro aber bereits verscherbelt. Hauptabnehmer soll ein 41-jähriger vorbestrafter Schrothändler gewesen sein. Er und zwei weitere Männer sind deshalb wegen Hehlerei angeklagt. Der Strafrahmen für die mutmaßlichen Haupttäter reicht bis zu zehn Jahren Haft, für die Hehler bis zu zwei Jahre.
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