Gemeinderat Linz
Linz setzt Taubenfütterungsverbot und Rauchverbot auf Spielplätzen um
- Beide Regelungen wurden bereits in der heutigen Sitzung des Sicherheitsausschusses beschlossen. Am 24. September stimmt der Linzer Gemeinderat darüber ab.
- Foto: Stadt Linz
- hochgeladen von Silvia Gschwandtner
Der Linzer Sicherheitsausschuss hat heute zwei neue Regelungen für den öffentlichen Raum beschlossen: ein Taubenfütterungsverbot sowie das bereits länger geforderte Rauchverbot auf Spielplätzen. In der kommenden Gemeinderatssitzung muss darüber noch abgestimmt werden.
LINZ. Wie bereits berichtet, sollen in Linz zwei neue Regelungen inkraft treten. Das Taubenfütterungsverbot soll die Fütterung wildlebender Straßentauben im gesamten Stadtgebiet untersagen. Es umfasst das gezielte Auslegen, Ausstreuen oder Bereitstellen von Futter auf öffentlichen Flächen wie Straßen, Plätzen, Parks und Grünanlagen. Verstöße können mit einer Geldstrafe von bis zu 218 Euro geahndet werden. „Gezielte Fütterungen führen zu größeren Taubenansammlungen und damit zu Verschmutzungen und hygienischen Belastungen. Mit einem klaren Fütterungsverbot schaffen wir eine nachvollziehbare Regel und geben dem Ordnungsdienst eine Grundlage für Kontrollen", so der zuständige Stadtrat Michael Raml (FPÖ).
Grüne: "Generelles Verbot greift zu kurz"
Keine Zustimmung erhält die neue Regelung von den Linzer Grünen. „Ein generelles Verbot greift zu kurz und wird die Probleme nur verschärfen, da sich Tauben dann noch stärker von Abfällen und ähnlichem ernähren und dadurch entsprechende Spuren hinterlassen. Daher muss die Bestimmung um eine Ausnahmeregelung ergänzt werden, damit Personen, die sich nachweislich für den Taubenschutz einsetzen, von dem Verbot ausgenommen sind und an klar definierten Plätzen Tauben auch künftig füttern dürfen“, so Gemeinderat Tobias Reder. Die Grünen fordern weitere Maßnahmen, um die Taubenpopulation in den Griff zu bekommen - etwa betreute Taubenhäuser. "Die Erfahrungen in anderen Städten aber auch in Linz auf der JKU haben gezeigt, dass solche Taubenschläge funktionieren", so Reder.
Ähnlich sieht es auch Linzplus-Gemeinderätin Brita Piovesan: ”Wenn Linz wirklich weniger Tauben auf Balkonen, an Fassaden, in Innenhöfen und auf öffentlichen Plätzen haben möchte, dann gibt es dafür eigentlich nur eine nachhaltige Lösung: Betreute Taubenhäuser".
Das Rauchverbot auf Spielplätzen soll über eine Novelle der Gartenverordnung eingeführt werden. Es ergänzt das bereits bestehende Alkoholverbot auf Spielplätzen. Ziel ist es, Kinder vor Tabakrauch und Zigarettenstummeln zu schützen. „Spielplätze sind Räume für Kinder. Dort hat der Gesundheitsschutz für mich klare Priorität. Kinder sollen dort weder Tabakrauch ausgesetzt sein noch Zigarettenstummel finden. Mit der neuen Regelung schaffen wir einen verbindlichen Schutz dort, wo er besonders wichtig ist“, betont Raml.
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