Klimakrise
Rekordsommer wie 2018 in Zukunft normal

An heiße Sommer mit durchschnittlich 30 bis 40 Grad müssen sich die Menschen laut Experten-Prognosen in Zukunft gewöhnen.
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  • Foto: forkART/Fotolia
  • hochgeladen von Lisa-Maria Langhofer

Flüsse mit so wenig Wasser, dass die Beladung von Schiffen reduziert werden muss. Ein Borkenkäferschaden von 50.000 Festmeter Holz. Felder mit so geringem Ertrag, dass Heu von anderen Bundesländern importiert werden muss. Der extreme Sommer von letztem Jahr forderte seinen Tribut. Laut Prognosen wird es nicht der letzte dieser Art sein.

OÖ. Natürlich werde es immer wieder verregnete oder kühle Sommer zwischen den heißeren geben, wie Herbert Formayer, Meteorologe von der Universität für Bodenkultur einräumt:

"2018 ist allerdings nach 2015 und 2017 schon das dritte Jahr in kurzer Zeit mit extrem heißen Temperaturen. Ein Sommer mit durchschnittlich 30 Grad oder mehr wird in Zukunft die Normalität sein."

Dieses Phänomen sei seit den 1980er Jahren zu beobachten. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober sieht hier einen Zusammenhang zwischen der industriellen Revolution und der Verbrennung von fossilen Brennstoffen und spricht von einem Verzögerungseffekt.

"Seitdem geht es mit den Durchschnittstemperaturen bergauf. Wir sind die erste Generation, die die Auswirkungen spürt, und gleichzeitig die letzte, die wirklich etwas dagegen tun kann."

Klimaziel noch erreichbar

Anschober spielt dabei auf das Pariser Klimaabkommen an. Darin haben sich 196 Länder verpflichtet, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Dieses Ziel sei durchaus erreichbar, jedoch seien die kommenden zehn Jahre dafür entscheidend, betont Formayer:

"Es geht nicht darum, den Menschen das Fahren mit Verbrennungsmotoren zu verbieten, sondern um eine Transformation der Gesellschaft in eine, die mit ihren Ressourcen schonend und ökologisch umgeht – und mit ihnen auskommt."

Die benötigten Technologien und das Wissen seien dafür bereits vorhanden, die Umsetzung hänge nun von den politischen Mitteln ab. Der Meteorologe sehe das auch  als Chance für Europa, Führungsstärke zu zeigen und als Vorbild vorauszugehen.


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