Linza G'schichten
Dieser junge Mann ist die Stimme der Blauen Elf

"Ich bin die Stimme der Blauen Elf und das beflügelt mich", sagt Simon Panhuber.
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  • "Ich bin die Stimme der Blauen Elf und das beflügelt mich", sagt Simon Panhuber.
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Mit vierzehn Jahren wechselte Simon Panhuber am Fußballplatz die Seiten. Seit vier Jahren ist der Linzer als Platzsprecher die Stimme der ASKÖ Blaue Elf.

LINZ. "Zuerst dachte unser Nachwuchsleiter, ich will ihn sekkieren", sagt Simon Panhuber. Als er sich vor vier Jahren beim ASKÖ Blaue Elf als neuer Platzsprecher bewarb, war er gerade einmal 14 Jahre jung. Weil sein Trainer merkte, dass es Simon durchaus ernst war, unterstützte er den damaligen Nachwuchskicker. Nun steht Simon auf der anderen Seite des Fußballplatzes und kommentiert das Spielgeschehen für bis zu 300 Zuschauer.

"Ich mag das Reden gerne", sagt Simon beim Besuch der StadtRundschau im Wasserwaldstadion. Viele hätten ihm wegen seiner angenehmen Stimme zu Beginn gar nicht geglaubt, dass er erst 14 Jahre alt sei. "Was ich gemacht habe, ist bei den Leuten gut angekommen", erzählt Simon. Seither erfülle er seine Aufgabe als Platzsprecher "mit Schwung und Krach."

Stimmungsmacher

Eine Stunde vor jedem Heimspiel startet Simon mit seinen Vorbereitungen im Vereinsbüro. Er druckt die Spielerlisten aus. Dann baut er seine Soundanlage auf. Hat die Reserve ihr Spiel beendet, beginnt Simon mit seinem Musikprogramm und es läuft etwa die Hymne der Blauen Elf über die Stadionlautsprecher. "Das ist der Stern des Südens, die Hymne des FC Bayern München, einfach abgeändert auf die Blaue Elf", sagt Simon. Er stellt die Gastmannschaft und das Heimteam vor, verliest den Match-Sponsor.

Mit 14 Jahren begann Simon seine Karriere. Heute ist er die "Voice of Blaue Elf".
  • Mit 14 Jahren begann Simon seine Karriere. Heute ist er die "Voice of Blaue Elf".
  • Foto: Blaue Elf
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Improvisationskünste gefragt

Einziger Nachteil an seinem Sprecherplatz, der leicht überhöht hinter einem der Tore ist, sei, dass ihm manchmal die Sicht auf die eingewechselten Spieler der Gastmannschaft verstellt sei. "Dann sehe ich die Rückennummer nicht“ und er muss live am Mikrofon improvisieren. "Am coolsten finde ich es, wenn ein Tor fällt. Dann spiele ich die Torhymne und höre die Leute laut schreien", sagt Simon. In besonderer Erinnerung ist ihm ein Spiel gegen Kirchberg-Thening geblieben. Damals stand eine junge Schiedsrichterin am Platz, die erst ihr zweites oder drittes Match gepfiffen hat. Fünf rote Karten habe es damals gegeben. „Das Spiel habe ich auch noch so gut in Erinnerung, weil wir das Match nach einem 0:2 noch gedreht und 3:2 gewonnen haben."

Ein großes Vorbild

Simon ist stolz darauf, was er in jungen Jahren bereits erreicht hat: „Ich bin die Stimme der Blauen Elf, das ist das, was zählt und auch das, was mich beflügelt." Andere Jugendliche basteln in seinem Alter Youtube-Videos. Ihm ist der Kontakt zu seinem Club wichtig. Das Training im Nachwuchs musste er mit Beginn seiner Lehre aus Zeitgründen aufgeben. Statt vor dem Laptop stundenlang YouTube-Videos zu schneiden, steht er lieber am Fußballplatz und betreut auch die Instagram-Seite seiner Blauen Elf.

Große Ziele

Obwohl sein Herz für seinen Verein schlägt, sei sein Ziel, natürlich auch einmal in größeren Stadien zu sprechen. Ein großes Vorbild hat der Rapid Wien-Fan auch. Vom legendären Stadionsprecher Andy Marek hat er sich auch so manchen Trick abgeschaut, "wie er Dinge betont". Zu hören und zu erleben gibt es Stadionsprecher Simon Panhuber dann wohl erst 2021 nach Ende des Lockdowns im Amateursport wieder. "So wie die Spieler gerne am Platz stehen, würde auch ich gern am Platz stehen", kommentiert Simon den Corona-bedingten Abbruch der Fußball-Liga. Aber die Gesundheit sei nun einmal wichtiger. "Natürlich ist es blöd für den ganzen Amateurfußball, weil man als Verein natürlich Kosten hat. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen."

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