Tischtennis EM Linz
Sofia Polcanova bleibt Tischtennis-Königin Europas
- Der Moment des Triumphs – die Linzerin Sofia Polcanova ist die stärkste Tischtennisspielerin Europas.
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Sofia Polcanova bleibt die Nummer eins im europäischen Tischtennis. Die 30-Jährige holte bei der Heim-Europameisterschaft in der Linzer Tips Arena Gold im Einzel sowie Silber im Damen- und Mixed-Doppel.
LINZ. Was für ein Finale! Sofia Polcanova bewies im Endspiel der Europameisterschaft nicht nur spielerische Klasse, sondern vor allem Nervenstärke. Gegen ihre gute Freundin und Doppelpartnerin Bernadette Szócs aus Rumänien siegte die Linzerin deutlich mit 4:1 und verteidigte damit ihren Europameistertitel von München 2022.
Nur kurz davor verlor sie mit Szócs das Doppelfinale gegen die tschechisch-slowakische Paarung Hana Matelova und Barbora Balazova in fünf Sätzen und holte Silber. Schon am Freitag hatte sich Polcanova mit Doppelpartner Robert Gardos ebenfalls Silber im Mixed-Doppel gesichert.
- Im Doppelfinale verlor Polcanova mit Freundin Bernadette Szócs knapp – nur kurz darauf standen sie sich im Einzelfinale gegenüber.
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Schwierige Ausgangslage
Für die beiden Freundinnen und Finalgegnerinnen war die Ausgangslage vor dem Einzel-Endspiel alles andere als leicht. "Nach der Niederlage im Doppel habe ich in der Kabine so viel geweint. Bernadette und ich haben uns noch gegenseitig getröstet, bevor wir dann für die Vorbereitung auf das Einzelfinale getrennte Wege gegangen sind", beschreibt Polcanova die Situation vor dem Showdown. Die Linzerin fand im ersten Satz gut ins Spiel und holte den ersten Satz mit 11:8. Szócs hielt in der Folge besser dagegen, sicherte sich den zweiten Durchgang mit 13:11 und zog im dritten Satz mit 7:1 davon – das Finale drohte aus Sicht Polcanovas zu kippen.
Doch die Linzerin bewies unglaubliche Nervenstärke, holte Punkt für Punkt auf und belohnte die Aufholjagd mit dem 12:10-Satzgewinn. „Der dritte Satz war sicher der Knackpunkt. Ich habe ihn umdrehen können, weiß nicht wie, aber da habe ich gewusst, dass ich es schaffen kann“, meinte Polcanova danach. Im vierten und fünften Durchgang war die nunmehrige zweifache Einzel-Europameisterin nicht mehr zu stoppen, agierte ballsicherer und war vor allem auf der Rückhandseite nicht zu überwinden. Mit 11:6 und 11:9 machte Polcanova ihre Titelverteidigung perfekt.
- Pure Freude – Polcanova krönt sich zum zweiten Mal in Folge zur Europameisterin im Einzel.
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"Weiß nicht, wie ich das geschafft habe"
Polcanova nach dem Finalsieg im ORF-Interview: "Ich habe wirklich keine Worte. Ich bin so dankbar, meiner Familie, meinem Mann, meiner Mutter, natürlich meinem Papa, der alles gegeben hat, damit ich heute da stehen kann. Ich bin dem ganzen Team im Olympiazentrum, das hinter mir steht und mir so geholfen hat, dankbar. Das Match war sehr schwer. Bernadette tut mir sehr leid, ich hätte ihr den Sieg absolut gegönnt. Sie ist eine sehr gute Freundin und es war so schade nach der Niederlage im Doppelfinale. Ich habe in der Kabine so viel geweint und nicht gewusst, wie ich es schaffen soll, das Einzel-Finale zu spielen. Ich weiß selbst nicht, wie ich das geschafft habe."
Der Österreichische Tischtennisverband blickt auf eine gelungene Tischtennis-Europameisterschaft zurück. 24.500 Zuschauer strömten in die Tips Arena auf der Linzer Gugl. Neben Pocanova waren der französische Jungstar Félix Lebrun und der schwedische Olympiadritte Truls Möregardh Publikumsmagneten. Auf sportlicher Ebene überzeugten die Österreicher mit insgesamt vier EM-Medaillen. Neben Polcanova und Gardos durfte sich Maciej Kolodziejczyk mit Partner Vladimir Ursu aus Moldau über Bronze im Herrendoppel freuen.
- Mit Doppelpartner Robert Gardos schaute am Ende die Silbermedaille heraus.
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"Vier Medaillen sind sensationell"
ÖTTV-Sportdirektor Stefan Fegerl bilanzierte positiv: "Es ist nahezu alles aufgegangen, vier Medaillen sind sensationell, da kann man nur den Hut ziehen und dem gesamten Team sehr herzlich gratulieren. Sofia hat ein fantastisches Turnier gespielt. Sie hat sich für alles, was sie investiert hat, belohnen können – und das vor heimischer Kulisse, es gibt nichts Schöneres! Das Turnier war top besetzt, die Qualität an der Platte auf einem unglaublich hohen Level. Dazu die super Stimmung in der Halle, es freut mich sehr, dass auch unsere Jungen auf dieser großartigen Bühne strahlen und wertvolle Erfahrungen sammeln konnten."
Die Finalspiele im Überblick
Finale Damen:
Bernadette Szócs (ROU/Nr. 1) – Sofia Polcanova (2) 4:1 (8, -11, 10, 6, 9)
Finale Herren:
Alexis Lebrun (FRA/7) – Benedikt Duda (GER/10) 4:0 (5, 8, 6, 2)
Finale Damen-Doppel:
Sofia Polcanova/Bernadette Szócs (Ö/ROU/7) – Barbora Balazova/Hana Matelova (SLK/CZE/2) 2:3 (-7, 7, -9, 7, -6)
Finale Herren-Doppel:
Felix Lebrun/Alexis Lebrun (FRA/1) – Anton Kallberg/Truls Möregardh (SWE/2) 3:0 (2, 6, 8)
Finale Mixed:
Sofia Polcanova/Robert Gardos (Nr. 4) – Maria Xiao/Alvaro Robles (ESP/3) 0:3 (-8, -9, -10)
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