bellaflora-Geschäftsführer Wichtl: "Glyphosat-Verlängerung ist ein Fehler"

Alois Wichtl, Geschäftsführer von bellaflora, ist gegen die Nutzung von Glyphosat.
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OÖ. Nachdem die Nutzung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat vergangene Woche von der EU Kommission für weitere fünf Jahre verlängert wurde, hagelt es von vielen Seiten Kritik: Als "nicht wieder gutzumachenden Fehler" bezeichnet die Entscheidung unter anderem Alois Wichtl, Geschäftsführer von bellaflora: „Damit geht die Gefährdung der Menschen sowie der Pflanzen- und Tierwelt in die Verlängerung.“

Dem schließt sich auch Isabella Hollerer, Leiterin für Nachhaltige Entwicklung bei bellaflora an: „Die Entscheidung, mit Glyphosat eines der besonders kritischen Gifte auf europäischer Ebene weiterhin zuzulassen, ist ein Schlag ins Gesicht aller, die sich für Natur- und Umweltschutz einsetzen."

Wichtl spricht sich stark für den Verzicht auf das von der WHO als wahrscheinlich krebserregend eingestufte Mittel aus. In seinem Unternehmen gäbe es demnach seit 2013 keine glyphosathältigen oder sonstige chemisch-synthetische Pestizide mehr.

Unternehmen haben Verantwortung

„Politische Entscheidungen scheinen in hohem Maß von industriellen Interessen geleitet zu sein“, ergänzt Wichtl. Dieser kritisiert auch, dass eine Sammlung von rund 1,3 Millionen Konsumenten-Unterschriften gegen Glyphosat bei der Entscheidungsfällung nicht berücksichtigt worden seien. Unternehmer seien nun aufgerufen, zukünftig Verantwortung zu übernehmen. „Jeder Tag mit Glyphosat belastet unsere Welt. Wir müssen alles tun, dass sich diese Fehlentscheidung 2022 nicht wiederholt", sagt Isabella Hollerer. 

Alois Wichtl, Geschäftsführer von bellaflora, ist gegen die Nutzung von Glyphosat.
Isabella Hollerer von bellaflora.

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