Der Strand Mitteleuropas

Foto: Brandstätter Verlag

Buch-Tipp: Peter Weinhäupl - Grado - Der Strand Mitteleuropas

Grado, das bedeutet: Strandvergnügen und Jugendstilvillen, verträumte enge Gässchen in einer bis heute perfekt erhaltenen Altstadt, Fischerdorfidylle und regionale Küche – und nostalgische Kindheitserinnerungen.

Das traditionsreiche Seebad an der nördlichen Adria hat eine turbulente Kulturhistorische Vergangheit. Peter Weinhäupl folgt in seinem Bildband „Grado – Der Strand Mitteleuropas“ den Spuren des Wiener Secessionisten Joseph Maria Auchentaller, der um 1900 Grado in seinem Gemälden festhielt und die Wiener Kunstszene in die Lagunenstadt lockte. 1915 von Österreich kampflos aufgegeben, erlebte Grado nach der Vereinigung mit Italien anfangs die große Depression, dann die „goldenen“ 1920er und 1930er Jahre. Niemals zuvor war die Adria für Österreicher und Deutsche näher als in den 1960er Jahren, wo es „mit dem Auto ans Meer“ ging. Einheimische führen auch zu den Geheimnissen der Lagune, zu antiken Stätten um Aquileia sowie zum Nationalpark am Flussdelta des Isonzo.

Der Prachtband zeigt zahlreiche bislang unveröffentlichte Abbildungen und lässt den Leser die Geheimnisse der Lagune durch die Augen von Ortskundigen entdecken. Gegliedert ist der Band in mehrere Beiträge von unterschiedlichen Autoren. Man taucht in die Familienchronik von Andreas Nödl, der in persönlichen Urlaubsfotos das Küstenland beschreibt. Wilfried Seipel wiederum zeigt die archäologische und kunsthistorischen Schauplätze von Grado und Aquileia. Nicht nur die Geschichte während der Monarchie und dem Ersten Weltkrieg werden beschrieben, sondern auch die architektonische Stadtentwicklung der Lagunenstadt. Untermalt sind die einzelnen Kapitel mit Fotografien, Bildern von Kunstwerken und historischen Abbildungen. Ein wahrer Genuss für den wahren Grado-Liebhaber.

Brandstätter Verlag, 224 Seiten (ca. 250 Abbildungen), 49,90 €

Der Autor: Peter Weinhäupl
Seit über 20 Jahren bereist Peter Weinhäupl, der Direktor der Klimt-Fondation, das Gebiet des heutigen Friaul-Julisch-Venetien und gilt als ausgewiesener Kenner der Region. Als Co-Kurator der Ausstellungen „Jugenstil pur. Joseph Maria Auchentaller“ (2009) und „Rudolf Kalvach. Wien und Triest um 1900“ (2012) forschte er intensiv über den Einfluss der Wiener Jahrhundertwende im ehemaligen Österreichischen Küstenland. Im Zuge dieser Arbeiten entstand dieser prachtvolle Bildband.

Anzeige
Foto: Cityfoto
8

Innovationen von morgen
"Lange Nacht der Forschung“ am 24. Mai

Unter dem bundesweiten Motto „Mitmachen. Staunen. Entdecken.“ bietet Oberösterreich bei der elften Auflage der Langen Nacht der Forschung 2024 (#LNF24) am Freitag, 24. Mai 2024 von 17 bis 23 Uhr ein breit gespanntes LIVE-Programm. In zehn Regionen in Oberösterreich laden rund 140 Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Technologiezentren und innovative Unternehmen dazu ein, einen Blick in die faszinierende Welt der Forschung zu werfen. Auf Entdecker:innen jeden Alters wartet ein...

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

UP TO DATE BLEIBEN

Aktuelle Nachrichten aus Linz auf MeinBezirk.at/Linz

Neuigkeiten aus Linz als Push-Nachricht direkt aufs Handy

BezirksRundSchau Linz auf Facebook: MeinBezirk.at/Linz - BezirksRundSchau

ePaper jetzt gleich digital durchblättern

Storys aus Linz und coole Gewinnspiele im wöchentlichen MeinBezirk.at-Newsletter


Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.