SCHLECHTWETTERPROGRAMM
Besuche den Erzbischof in der Burg Mauterndorf

Burg Mauterndorf / Lungau
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  • Burg Mauterndorf / Lungau
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MAUTERNDORF (ph): Dienstag, 4. Februar 2020, 10 Uhr, stürmisch in ganz Salzburg, auch in Obertauern. Man schläft länger im Hotel, denn es ist wirklich ein Sauwetter draußen. Man liest, man spielt Brettspiele, man erfindet Geschichten für Leser. Wie vielleicht diese, welche sich vor 524 Jahren in der nahen Burg Mauterndorf abgespielt haben könnte. Der Hofnarr des Erzbischofs von Salzburg erzählt, dass Urlauber bei diesem Sauwetter in Obertauern als Schlechtwetter-/Alternativprogramm zum Skifahren zur Burg Mauterndorf pilgern, um die Burg Mauterndorf und Ihren Erzbischof Leonhard besuchen können.

Ein Tagebucheintrag des Salzburger Erzbischofs Leonhard von Keutschach in der Burg Mauterndorf, 4. Feber 1496:

"An diesem stürmischen Tag sitze ich in meiner Kammer in der Burg Mauterndorf und schreibe auf meinem Schreibtisch diesen Tagebucheintrag.

Draußen friert die Hölle ein, aber drinnen in meiner Burg ist es wohlig warm und nicht so zugig. Die Sonne hat sich heute noch kaum blicken lassen. Die Sonnenuhr weiß kaum die Zeit. In die Sonntagsmesse meiner Kapelle waren auch kaum Leute gekommen - bei diesem Sauwetter auch kein Wunder!

Nachdem die Nacht ein wenig unrund war, hat mein Hofnarr mich ein wenig mit einer Geschichte erheitert. Es grenzt an Zauberei, aber er erzählt so schöne, aber auch sonderbare Geschichten aus der Zukunft im Februar im Jahre 2020, also in 524 Jahren.

Am Gipfel meiner Straße über den Radstädter Tauern, so erzählte er mir, errichteten sie einen Ort "Obertauern". Wie sollten sie in denn sonst nennen?! Und dort sind im Februar des Jahres 2020 Menschen mit komischen Kutschen ohne Pferde angereist, um Urlaub zu machen. Da oben ? Teilweise fuhren sie 9 Stunden vom hohen Norden, Westen und Osten nach Obertauern. Sie erfreuen sich im Urlaub dem Schnee. Dort haben sie ja genug - da oben! Und dann erzählte er mir, dass sie mich hier in der Burg besuchen könnten, weil Sturm ist und die Lifte kaum fahren dürfen. Sie fuhren nicht einmal 20 Minuten hierher. Der übertreibt immer so lustig - 20 Minuten! Da kann ich nur lachen. Sie sind teilweise aus dem hohen Norden angereist, um dann auf 2 Brettern ihr Vergnügen zu finden. Mein einziges Vergnügen heute war mein Bad, welches ich mir gönne. Allein selbstverständlich, wo denkt ihr hin?!

Jedenfalls kommen die mich besuchen und schauen sich die Burg an, weil in Obertauern das Wetter so schlecht ist. Schlecht ist es hier auch, aber in der Burg ist es warm und trocken. Also ich würde mich das auch trauen, wenn ich gute Pferde mit gut beschlagenen Hufen hätte.

Die Burg ist dann ein Museum und mein Zimmer ein Schauraum. Man sieht, wie ich gelebt habe, was meine Freuden waren.

Ich denke, sollen sie nur kommen. Ich errichtete diese Straße, renovierte und erweiterte die Burg und alles, was sie hier sehen. Ich brachte die Neuzeit, in der ihr lebt und gab dem Kaiser Maximilian I das Geld. Er hatte keines. Der Kaiser gibt es ständig für Gemälde für einen Albrecht Dürer aus. Aus dem wird nix! Der zeichnet nur Hände. Habt ihr das gesehen, nur „Betende Hände“ sind doch kein Kunstwerk! Aber wer weiß, was die Zukunft bringt, was dann alles Kunst ist.

Bei mir in Salzburg ist auch so ein Künstler, der mir das Geld, den Rübenthaler, rausreißt. Sollen sie nur Geld schaffen, am besten, wo die Burg auch drauf ist. 50 Schillinge würde ich sie nennen. Das klingt so lustig! Und hinten drauf, malt einer die Burg, das ist Bedingung.

Im Thronsaal erwarte ich euch. Seht euch meinen Leuchter an und genießt das Flötenspiel. Spielt Mühle und hört meinem Hofnarren zu. Ich habe auch einen Thron gleich neben meinem Bett, aber dort sitze nur ich.

Und wenn es euch gefallen hat, dann erzählt diese Geschichte weiter. Teilt meine Geschichte, damit ich nicht so einsam bin"

Burg Mauterndorf, Sonntag, 4. Februar 1496, Erzbischof von Salzburg Leonhard von Keutschach in Kärnten.

Die Burg Mauterndorf, die kaum 20 Minuten mit dem Auto von Obertauern erreichbar ist, ist wirklich sehenswert. Einige Eindrücke hat der Hofnarr Peter Havel Euch in Bildern zusammengefasst.

Der Eintritt ist wesentlich günstiger als damals die Maut für ein Weinfass war. 45 Silberpfennige kassierten die Burgherren pro Fass.

Tickets gibt es online auf der Homepage der Salzburger Burgen.

Weitere Ideen für Urlaub in der Ferienregion Lungau finden sie unter der Homepage des Fördervereins der Ferienregion Lungau oder beim Tourismusverband Mauterndorf

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Autor:

Peter Havel aus Klosterneuburg

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