100 Jahre Republik Österreich
Rezepte von vor 100 Jahren und älter

Über einen Rezepte-Fundus verfügt die "Stadler-Küche", teilweise in Kurrent-Handschrift; auch ein Dr. Oetker's-Manuskript ist dabei.
  • Über einen Rezepte-Fundus verfügt die "Stadler-Küche", teilweise in Kurrent-Handschrift; auch ein Dr. Oetker's-Manuskript ist dabei.
  • hochgeladen von Peter J. Wieland

"Buchteln" und "Weingelee": zwei Rezepte aus der Zeit, als man noch mit Krone und Heller zahlte.

LESSACH (pjw). In einem alten Rezeptbuche aus dem Haushalte vulgo "Stadler in Lessach", in welches den Bezirksblättern Lungau Einsicht gewährt worden war, finden sich zahlreiche Anleitungen für gustiöse Speisen, welche die Leut' in den Anfangsjahren der Ersten Republik zubereiteten.

Aus der Zeit vor 1925

Wie alt dieses Rezeptbüchlein mit dem Titel "Ein heller Kopf verwendet nur Dr. Oetker's Rezepte für Küche und Haus!" tatsächlich ist, lässt sich leider nicht konkret datieren, da darin keine Jahreszahl angegeben ist. Allerdings steht auf der Rückseite des Druckwerks Folgendes zu lesen: "(...) Ein Päckchen für 12 Heller entspricht zwei bis drei Schoten guter Vanille". Daraus lässt sich schließen, dass das Rezeptbuch zumindest aus der Zeit vor dem 1. März 1925 stammen wird, als der Schilling als Zahlungsmittel in Österreich eingeführt worden war. "Schilling" löste "Krone" als Zahlungsmittel ab. Ein "Heller" war der hundertste Teil einer Krone. Übrigens: Durch den Schilling wurde die alte entwertete Währung der k.u.k. Monarchie wegen der Inflation infolge des Ersten Weltkriegs ersetzt. (vgl. Online-Enzyklopädie Wikipedia, recherchiert am 19. Oktober 2018.)
Im Folgenden nun zwei Rezepte aus "Ein heller Kopf verwendet nur Dr. Oetker's Rezepte für Küche und Haus!":

Buchteln – das Rezept:

"Buchteln (Wuchteln). 7 dkg Butter werden im Weidling abgetrieben; nach und nach kommen hinzu: etwas Salz, ⅛ Liter Milch, ¼ Kilo Mehl, 1 ganzes Ei, 1 Eidotter, 1 Eßlöffel Zucker, zum Schluße 1 Päckchen Dr. Oetker's Backpulver. Der Teig wird sofort in kleine Stückchen geteilt, die man mit der Hand platt drückt, mit Powidl, Mohn oder Marmelade füllt und wieder schließt. Diese Buchteln legt man eng aneinander in ein mit Butter bestrichenes Blech, indem man diese selbst auch bestreicht, bäckt sie in heißer Röhre und bestreut sie mit Staubzucker, dem man ein Löffelchen Vanillin-Zucker beimischt."

Weingelee – das Rezept:

"Weingelee. ½ Liter Weißwein, 25 dkg Zucker. 1 Zitrone, 1 Päckchen Dr. Oetker's Regina-Gelatine rot. Man gibt den Saft der Zitrone und den Zucker zu dem Wein, rührt so lange um, bis der Zucker gelöst ist und fügt dann die in einer halben Tasse heißen Wassers gelöste Regina-Gelatine hinzu. Hierauf wird das Weingelee in einem kühlen Raume beiseite gestellt, bis es fest geworden ist und wird mit Dr. Oetker's Vanillinsauce serviert."

Autor:

Peter J. Wieland aus Lungau

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