Unternehmer gründen gemeinsame Hotelgesellschaft: Kauf und Neuentwicklung Hotel

BAD HOFGASTEIN (rau). Mit 1,06 Mio. Nächtigungen pro Jahr rangiert Bad Hofgastein seit Jahrzehnten unter den erfolgreichsten Tourismusorten Österreichs. Gäste aus aller Welt kommen zum Skisport, erholen sich bei alpinen Bergerlebnissen, entspannen in der Alpentherme oder regenerieren bei der Kur.

Doch Erfolg und Zeit führen in Tourismusdestinationen über Generationen nicht selten zur Zersplitterung von Eigentum und örtlichen Strukturen, was langfristig eine Gefahr für den Standort und seine wirtschaftliche Schlagkraft bedeutet. Dem setzen Bad Hofgasteiner Unternehmer mit der Gründung einer breit getragenen Hotelgesellschaft jetzt einen deutlichen und strukturell innovativen Impuls entgegen.
Ziel der Gesellschaft aus 44 Neo- und Alt-Hoteliers, unter denen sich auch Infrastrukturbetriebe befinden, ist der Kauf und die erfolgreiche Entwicklung von touristischen Liegenschaften in Verbindung mit den Stärken der Region im Hinblick auf neue Zielgruppen. Betreiber- und Pachtlösungen werden die Zahl der neu gemanagten Betten in einer Hand weiter erhöhen. „Unser erster Kauf ist das Hotel Salzburgerhof im Zentrum von Bad Hofgastein, für den ein neues, größeres Projekt geplant ist“, freut sich der erfolgreiche Bad Hofgasteiner 4*Superior-Hotelier Ulrich Wendler als einer der Geschäftsführer über den ersten konkreten Umsetzungsschritt nach der Gründung. Er ergänzt: „Viele sind heute auf der Suche nach Investoren. Wir bereiten mittel- und langfristig für Geldgeber in und außerhalb der Region attraktive Investments auf, die auch in Kooperation umgesetzt werden können.“ Die Bad Hofgastein Hotelinvest GmbH&CoKG wird so zur zentralen örtlichen Plattform für Hotelimmobilieninvestments und deren Betrieb.

Unterstützend wertvoll: Im Umfeld der Gründung planen die Gasteiner Bergbahnen mit einem Generationenprojekt Investitionen von 129 Millionen Euro ins Skigebiet. Das Gasteinertal investierte in den letzten 10 Jahren über 375 Millionen Euro in touristische Infrastruktur, Gastronomie und Hotels, von denen der jüngste Top-Betrieb vor kurzem eröffnet wurde.

Angesichts dieses positiven „regionsinternen“ Investitionsklimas – trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Europa – sehen die Bad Hofgasteiner in der Weiterentwicklung traditioneller Strukturen große Chancen für die Zukunft. „Und die werden wir Unternehmer aktiv gestalten“, ist Wendler überzeugt und spricht von einer „Gründerzeit 2.0 auf hohem Niveau, die Nachahmer finden wird.“

Autor:

Konrad Rauscher aus Pongau

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