Ein kleines Stück Liechtenstein

Das Ehepaar und die Pächter De Stefani mit Gemeindevertreter Huttegger beim Begutachten des Baufortschrittes.
  • Das Ehepaar und die Pächter De Stefani mit Gemeindevertreter Huttegger beim Begutachten des Baufortschrittes.
  • hochgeladen von Julia Hettegger

Bereits 1875 faszinierte das St. Johanner Naturschauspiel Liechtensteinklamm die Menschen so sehr, dass die 300 Meter tiefe Schlucht, mit Brücken und Stegen, der Öffentlichkeit erschlossen werden sollte. Während der Arbeiten wurde das Geld aber knapp und das Projekt schien zu scheitern. Fürst Johann II von und zu Liechtenstein, der in Großarl eine Jagdwirtschaft betrieb, spendete daraufhin 600 Gulden, um das Werk 1876 vollenden zu können. Als Dank trägt die Liechtensteinklamm seither seinen Namen und ist ein wichtiges touristisches Highlight der Stadtgemeinde. 1924 gesellte sich ein Gasthaus zum „natürlichen“ Angebot hinzu, das, mittlerweile baufällig geworden, einem neuen Projekt Platz gemacht hat. Seit September arbeitet die Gemeinde am 1,7 Millionen teuren Neubau des Gasthauses, das im Mai 2012 mit neuen Pächtern eröffnen soll.

Verbindung zu Liechtenstein auf der Speisekarte
Veronika und Gianpero De Stefani aus St. Veit werden die-se Aufgabe übernehmen und freuen sich sehr daruf, denn, „dass wir diese Gaststätte übernehmen, ist Ironie des Schicksals“, so die Gastronomen. Beide haben nämlich eine enge Verbindung zu Liechtenstein. „Zehn Jahre lang habe ich als Chef de Service in einem Hotel in Liechtenstein gearbeitet und mein Mann ist als Schweizer ebenso eng mit dem Fürstentum verbunden“, verrät die gebürtige St. Veiterin Veronika De Stefani. Beide wollen daher den Liechtensteiner Flair in der Küche des Gasthauses aufleben lassen. „Wir werden regionale Produkte zu Liechtensteiner Spezialitäten verarbeiten – zum traditionellen Käsekuchen beispielsweise“, verrät Küchenchef Gianpero De Stefani bereits jetzt.

Angebote der Klamm weiter ausbauen
Der Neubau selbst, die Liechtensteiner Küche und familienfreundliche Eintrittspreise in die Klamm sollen die, aktuell schon sehr hohen, Besucherzahlen halten oder besser noch anheben, wünscht sich Franz Huttegger, ÖVP-Gemeindevertreter, der seit 1993 alle Agenden der Liechtensteinklamm verwaltet. „148.000 Besucher konnten wir dieses Jahr zählen“, freut sich Huttegger, der den zwei Marketingaktionen – Kombiangebot mit der Burg Hohenwerfen und Berg und Tal-Ticket mit den Alpendorf Bergbahnen – den großen Erfolg in diesem Jahr zuordnet. „Dieses Angebot soll weiter ausgebaut werden“, verspricht der Gemeindevertreter.

Neues im Gasthof zu Ehren des Fürstentumes
Der neue Gastgarten wird für ca. 100 Gäste Platz bieten, ebensoviele fasst auch die Stube. Mit Spielplatz und Kinderraum wird auch den kleinen Besuchern nicht langweilig.
Auch der Name der Gaststätte soll sich ändern. Ein konkreter Vorschlag wird im Dezember 2011 der Stadtgemeinde präsentiert und danach den Neubau zieren.

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