Raiffeisen auf dem Weg zur Lungauer Bank

Die Funktionäre der Lungauer Raiffeisenbanken und die Vortragenden des Abends.
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Um die geplante Fusionierung der Lungauer Raiffeisenbanken einem interessierten Publikum nächer zu bringen, veranstalteten die vier Banken am 24. Nobember 2017 einen Vortrags- und Diskussionsabend im Festsaal in St. Michael. Im Publikum saßen zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der vier Institute, die Geschäftsleiter aber auch Bürgermeister, Amtsleiter WK-Funktionäre sowie Kunden und Mitglieder der Genossenschaften um sich drei verschiedene Sichtweisen zur Fusionierung anzuhören. Die ausführlichen Vorträge wurden von Bankenberater Dr. Christian Rauscher zum Thema "Neue Welt des Bankwesens. Herausforderungen für regionale Raiffeisenbanken in einer digitalen Welt", Prof. Dr. Bernulf Bruckner mit "Regulatorik und Mindestanforderungen an die Finanzbranche" und Dir. Josef Kröll (Raiffeisen Oberpinzgau) abgehalten, der über den bis Oktober 2017 erfolgten Zusammenschluss der sechs Oberpinzgauer Banken und die Erfahrungen daraus berichtete.
Während Dr. Christian Rauscher das globale Umfeld beschrieb, brachte Bernulf Bruckner die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Europa und Österreich dem Publikum näher. Rauscher zeigte auf, dass in den letzten Jahren aus seiner Sicht zahleiche Unternehmen, auch aus der Bankbranche, an Bedeutung verloren haben, ja sogar vom Markt verschwunden sind, während neue mit großem technologischem Hintergrund rasch an die Weltspitze emporgekommen sind. Seine Folgerungen: Nur durch permanenten Wandel werden Betriebe, auch Banken, jeder Größenordnung weiter am Markt bestehen bleiben. Um Basistechnologien anwenden und beherrschen zu können, müssten Unternehmen auch eine gewisse kritische Größe erreichen. Bruckner widerum zeigte auf, dass aus seiner Sicht die gesetzlichen Bestimmungen, vor allem diejenigen, die unter "Basel" bekannt sind, ebenfalls eine Konzentration von Ressourcen erfordern, um den Bestimmungen nachkommen zu können.
In der anschließenden heftigen Diskussion wurden auch kritische Stimmen zur Fusionierung von Raiffeisen im Lungau laut. Überwiegend wurden sie aber von den anwesenden Kunden, Unternehmern und Touristikern wohlwollend begrüßt, ja nahezu gefordert.

Aktueller Stand

Im Verlauf des Abends wurde der aktuelle Stand der Fusionierungspläne ausgespart. Auf Nachfrage der Bezirsblätter war zu erfahren, dass seit mehr als 2 Jahren bereits Gespräche geführt wurden, die mittlerweile soweit gediegen sind, dass sich die Obmänner und Geschäfstleiter der vier Lungauer Raiffeisenbanken (Tamsweg, Mariapfarr, Mauterndorf und St. Michael-Oberlungau) einig sind, die Fusionierung zur "Raiffeisenbank Lungau" durchführen zu wollen. Nächste Schritte werden die Ausarbeitung konkreter Umsetzungsvorschläge sein - so soll etwa das Abstimmungsverhältnis keinen der vier Partner bevorzugen - und die Präsentation der Pläne an die Mitglieder sein. In den Generalversammlungen, die bis Ende Juni zu erwarten sind, stimmen dann die Mitglieder der jweiligen Bank über die Fusionierung ab. Wenn überall Zustimmung erteilt wurde, ist die neue Bank noch der Finanzmarktaufsicht zu melden und im Firmenbuch einzutragen. Damit kann in ca. einem Jahr die fusionierte Bank ihren operativen Betrieb aufnehmen.
Für die Kunden wird sich kaum etwas ändern; die Bankstellen bleiben bestehen, ebenso wie Ansprechpartner und Öffnungszeiten. Allerdings wird man durch die größere Bank auch mehr Kreditvolumen vergeben können und die Kunden kompetenter durch stärker spezialisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten. Auch Informationen können besser gebündelt und an die Interessierten weitergegeben werden.
Das Genossenschaftsprinzip der Raiffeisenbanken bleibt erhalten, durch die Fusionierugn entsteht anstelle der bisherigen vier eine neue Genossenschaft, die die Bank betreibt.

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