Umstrittenes Millionenprojekt
Bezirksvertretung winkt Umgestaltung der Rüdigergasse durch

Mit den Umgestaltungsplänen für die Rüdigergasse waren nicht alle einverstanden. Nun kippte die Mehrheit der Bezirksvertretung das Projekt. | Foto: Nathanael Peterlini/MeinBezirk
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  • Mit den Umgestaltungsplänen für die Rüdigergasse waren nicht alle einverstanden. Nun kippte die Mehrheit der Bezirksvertretung das Projekt.
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Bei der Bezirksvertretungssitzung in Margareten am Dienstag, 16. Juni, stimmten die Fraktionen über die Umgestaltung der Rüdigergasse ab. 

WIEN/MARGARETEN. Dass die Rüdigergasse umgestaltet werden muss, ist allen klar. Auf der engen Fahrbahn bleiben größere Fahrzeuge stecken, auf den Parkplätzen werden Autospiegel abgefahren und auf den engen Gehsteigen passen die Kinderwagen nicht durch.

Doch über die Art und Weise der Umgestaltung wird derzeit heftig diskutiert. Das eingeleitete Projekt der Bezirksvorstehung sieht einen Eingriff in die Straße vor, bei dem ein Großteil der Parkplätze gestrichen werden soll.

Nicht alle sind glücklich

Dutzende Anrainerinnen und Anrainer mobilisierten gegen das Vorhaben und forderten eine neue Bürgerbeteiligung, um die Betroffenen zu Wort kommen zu lassen. Unterstützt werden die Personen von mehreren Fraktionen im Bezirk. Über die Durchführung des Projekts entschied schlussendlich die Bezirksvertretung.

Die Rüdigergasse soll umgestaltet werden, mit den Entwürfen sind aber nicht alle einverstanden. | Foto: Nathanael Peterlini/MeinBezirk
  • Die Rüdigergasse soll umgestaltet werden, mit den Entwürfen sind aber nicht alle einverstanden.
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In der jüngsten Bezirksvertretungssitzung am Dienstag, 16. Juni, wurde die Investition – 1,125 Millionen, die dem Bezirksbudget entspringen – zum Beschluss vorgelegt. Zahlreiche Anrainerinnen und Anrainer wohnten der Sitzung bei.

Einen Alternativvorschlag brachte die SPÖ ein. Per Dringlichkeitsantrag forderte man, das derzeitige Projekt auszusetzen und ein neues Bürgerbeteiligungsverfahren zu initiieren. Der Antrag wurde mehrheitlich nicht zugelassen. 

Krankheitsbedingt abwesend

Das Abweisen des Antrags besiegelte die ablehnende Haltung der SPÖ zum Projekt in der aktuellen Form. Die ÖVP schlug informell eine Bürgerbefragung vor, die Idee wurde nicht näher aufgegriffen. So kam es zur Abstimmung über die Freigabe der Bezirksgelder für die Rüdigergasse. 

Das Stimmverhältnis war knapp: SPÖ, FPÖ und ÖVP stimmten dagegen, Grüne, Neos und KPÖ/Links dafür. Ergebnis: jeweils 19 Stimmen auf der einen Seite, 20 auf der anderen Seite. Das Geschäftsstück zur Umgestaltung der Rüdigergasse wurde angenommen. Ausschlaggebend war eine Stimme, eine entschuldigte Absenz in den Reihen der SPÖ. Die Rüdigergasse wird also wie geplant umgebaut. Mehr zu den Plänen liest du unten.

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