Sozialer Wohnbau in Margareten
Grüne und Neos präsentieren Pläne für neuen Gemeindebau

Thomas Kerekes (Grüne) und Markus Österreicher (Neos) wollen einen Gemeindebau auf dem Gebäude des 48er-Tandlers.
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  • Thomas Kerekes (Grüne) und Markus Österreicher (Neos) wollen einen Gemeindebau auf dem Gebäude des 48er-Tandlers.
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Wie kann in Margareten neuer, leistbarer Wohnraum geschaffen werden? Konkrete Pläne gibt es von Grüne und Neos. Die beiden Parteien wollen den 48er-Tandler aufstocken und so einen neuen Gemeindebau im Bezirk umsetzen.

MARGARETEN. Der 5. Bezirk ist ein dicht verbauter und ebenso dicht besiedelter typischer Innenstadtbezirk. Viele Margaretner fragen sich, wie sich der U-Bahn-Bau auf die Mietpreise auswirken wird. Die Nachfrage nach leistbarem Wohnraum steigt. Freiflächen gibt es im Bezirk jedoch kaum – und die die es gibt, sind Grünflächen.

Zwei, die hier Handlungsbedarf sehen und parteiübergreifend zusammenarbeiten wollen, sind Grünen-Spitzenkandidat Thomas Kerekes und Neos-Spitzenkandidat Markus Österreicher. „Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Mieten weiterhin leistbar bleiben. Das funktioniert nur, wenn ausreichend Wohnungen vorhanden sind, denn mit steigendem Angebot sinken auch die Preise“, so die beiden.

48er-Tandler soll Gemeindebau werden

Die beiden Spitzenkandidaten haben der bz exklusiv ihre Pläne für einen neuen Gemeindebau in Margareten präsentiert. Aufgrund fehlender Freiflächen sehen Kerekes und Österreicher nur eine Möglichkeit für einen neuen Gemeindebau im Bezirk: „Wir sind der Meinung, dass Margareten das vorhandene Grundstück beim 48er-Tandler nutzen soll, um über dem bestehenden Altwarenmarkt ein neues Gemeindebauprojekt umzusetzen“, so Kerekes und Österreicher gegenüber der bz.

Städtebaulich gibt es im 5. Bezirk keine andere Möglichkeit, als Nachverdichtungen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Der Vorteil am 48er-Tandler in der Siebenbrunnenfeldgasse 3: Die erforderliche Infrastruktur ist bereits vorhanden. So kann neuer leistbarer Wohnraum geschaffen werden, ohne die in Margareten ohnehin raren Grünflächen zu bebauen. „So gehen Klimaschutz und moderner Wohnraum Hand in Hand“, sagt Thomas Kerekes. 

Kreative Ideen neu beleben

Die Vision, das Gebäude in dem der Altwarenmarkt 48er-Tandler untergebracht ist, aufzustocken, ist nicht neu. Bezirksvorsteherin Susanne Schaefer-Wiery (parteilos) hatte die Idee bereits vor zwei Jahren bei den zuständigen Stellen der Stadt Wien deponiert.

Gehör fand sie damals nicht. Nun wollen Grüne und Neos gemeinsam einen neuen Versuch starten. „Bislang ist bezüglich der Schaffung von neuem leistbaren Wohnraum nur wenig passiert, das kritisieren wir stark“, so Kerekes und Österreicher.

Die Bezirkschefin ist erfreut, dass die Idee Anklang findet und von Grüne und Neos aufgegriffen wird. „Diese Forderung hebt sich wohltuend von den sonstigen Allgemeinplätzen ab, die im Margaretner Wahlkampf vielfach genannt wurden. Nur mit innovativen und konkreten Lösungsansätzen können die Herausforderungen der Zukunft nachhaltig gemeistert werden“, sagt Susanne Schaefer-Wiery gegenüber der bz.

Antrag an die Stadt

Beide Parteien sind sich einig, das parteiübergreifendes Arbeiten – besonders auf Bezirksebene – wichtig ist und im Fokus stehen sollte. „Durch den Austausch können Ideen, wie der Gemeindebau am 48er-Tandler, geboren werden und kreative Ideen sind das, was das Margareten der Zukunft braucht“, so die beiden Spitzenkandidaten. Wichtig sei, dass alle Parteien im Bezirksparlament an einem Strang ziehen und Margareten zukunftsfit machen.

Der Bezirk hätte in diesem Fall aber nur bedingt etwas mitzureden. Was den sozialen Wohnbau angeht, liegt die Entscheidung nicht beim Bezirk. Die Stadt Wien wäre hier als Entscheidungsträger gefordert. Der Bezirk kann zwar einen Antrag einbringen, hat aber in diesem Fall keine Handhabe, da die Kompetenz bei der Stadt liegt.

Vergabe an Einkommen gebunden

Neos wollen mit dem neuen Gemeindebau auch gleich ein Pilotprojekt starten, um die gerechte Vergabe der Gemeindebauwohnungen zu gewährleisten. „Bei uns sollen jene Menschen eine Gemeindewohnung bekommen, die diese auch tatsächlich benötigen. Wir würden daher gerne versuchen mittels Einkommensmonitoring eine faire Wohnsituation für alle zu schaffen“, sagt Markus Österreicher.

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