Haus des Meeres
Aquazoo in Mariahilf benötigt Unterstützung

Auf Grund des Personalmangels (ein Großteil der Angestellten wurden zur Kurzarbeit gemeldet) ist Direktor Michael Mitic auch selbst als Pfleger für seine Meerestiere im Aquazoo unterwegs.
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  • Auf Grund des Personalmangels (ein Großteil der Angestellten wurden zur Kurzarbeit gemeldet) ist Direktor Michael Mitic auch selbst als Pfleger für seine Meerestiere im Aquazoo unterwegs.
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Das Coronavirus trifft auch das Haus des Meeres äußerst hart. Der Betrieb benötigt im Monat mehrere hunderttausende Euro. Der Aquazoo bittet Bund, Stadt und Fans um Unterstützung.

MARIAHILF. Lange Zeit hat das Haus des Meeres gegen eine Schließung auf Grund des Coronavirus gekämpft. Grund dafür war nicht etwa Leichtsinnigkeit gegenüber dem Virus, sondern um existenzbedrohende Auswirkungen zu vermeiden.

Denn das Haus des Meeres ist ein privater, gemeinnütziger Zoo, der weder von Bund noch Stadt finanziert wird, sondern sich ausschließlich über Eintrittsgelder am Leben erhält. Diese Einnahmequelle ist nun seit der allgemeinen Schutzmaßnahmen der Regierung – darunter auch die generelle Schließung des Haus des Meeres für Besucher – gänzlich versiegt.

Obwohl Direktor Michael Mitic beinahe all seine Angestellten zur Kurzarbeit angemeldet hat, sind die ersten Kostenhochrechnungen prekär. Mehrere hunderttausende Euro pro Monat sind für die bloße Instandhaltung des Aquazoos von Nöten. Eine Summe, die ohne Hilfe von Bund, Stadt und auch Fans nicht getragen werden kann. 

Auf Grund des Personalmangels (ein Großteil der Angestellten wurden zur Kurzarbeit gemeldet) ist Direktor Michael Mitic auch selbst als Pfleger für seine Meerestiere im Aquazoo unterwegs.
  • Auf Grund des Personalmangels (ein Großteil der Angestellten wurden zur Kurzarbeit gemeldet) ist Direktor Michael Mitic auch selbst als Pfleger für seine Meerestiere im Aquazoo unterwegs.
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Spenden für das Haus des Meeres

Mittlerweile ist das Haus des Meeres seit Jahrzehnten ein Fixpunkt in der Freizeitgestaltung der Wiener geworden. Normalerweise hat der Aquazoo 365 Tage im Jahr geöffnet. 365 Tage an denen der Zoo, dessen Mitarbeiter und natürlich die Hauptprotagonisten – die Tiere – für die Besucher da sind. Jeden Tag werden die Gäste mit wissenswerten Informationen rund um die Weltmeere und deren Bewohner versorgt. Ein Service, der bislang beinahe selbstverständlich geworden ist.

Doch seit Corona hat sich sehr viel geändert. "Wir haben für unseren neuen Zubau einen Kredit in Millionenhöhe aufnehmen müssen und jetzt fehlen jegliche Einnahmen. Trotz der Schließung laufen Energie-, Futter- und andere Betriebskosten sowie teilweise Personalkosten, weiter. Denn die Tierpflege muss natürlich weiterhin sicher gestellt sein," erklärt Direktor Michael Mitic die Misere.

"Wir sind bereits auf der Suche nach Subventionen oder Finanzierungsmöglichkeiten, aber etwas Konkretes ist einstweilen nicht in Sicht."

Aus diesem Grund ruft die bz gemeinsam mit dem Haus des Meeres zur Spendenaktion auf. Jeder noch so kleine Beitrag kann helfen die weitere Versorgung der Tiere mit Futter aber auch Pflegerstunden zu versorgen. Das Spendenkonto ist bei der Bank Austria unter AT57 1200 0100 0032 3369 angelegt.

Videos und Live-Übertragung aus dem Haus des Meeres

Die derzeitige Situation ist für das Haus des Meeres sehr anstrengend. Dennoch soll der Auftrag den sich der Aquazoo vor langer Zeit verschrieben hat – Menschen mit Informationen über Meerestiere zu informieren – weiterhin durchgeführt werden. Daher werden ab sofort alle ein bis zwei Tage Beiträge auf der Homepage des Zoos oder den sozialen Kanälen wie Facebook oder Instagram, veröffentlicht die alle Fans weiterhin am täglichen Geschehen im Haus des Meeres teilhaben lassen. "Unsere Guides haben sich gedacht, wenn die Besucher schon nicht zu uns kommen können, dann kommen sie einfach zu Ihnen nach Hause. Es erwartet alle ein tolles Programm, das nicht nur unterhaltsam ist, sondern auch lehrreich, ja sogar kreativ", so Mitic.

Autor:

Larissa Reisenbauer aus Wien

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