Haus Schönbrunn
Österreichs ältestes Pflegewohnhaus erstrahlt in neuem Glanz
- Nach großflächigen Modernisierungsarbeiten feierte das Haus Schönbrunn Wiedereröffnung.
- Foto: Sade Jerabek/MeinBezirk
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Im Pflegewohnhaus Schönbrunn in Meidling wurde am 12. Mai, dem Tag der Pflege, die Wiedereröffnung gefeiert. Nach umfassender Sanierung und einem Zubau präsentiert sich der Standort nun als modernes Zentrum für Pflege, Kinderbetreuung und soziale Teilhabe.
WIEN/MEIDLING. Das Pflegewohnhaus in der Schönbrunner Straße 295 gilt als Österreichs ältestes noch bestehendes Senioren- und Pflegeheim. Bereits 1907 wurde es als „Wiener Frauenheim“ eröffnet. „Wir freuen uns heute besonders, weil hinter uns das älteste Senioren- und Pflegehaus von Österreich steht“, sagte Caritasdirektor Klaus Schwertner bei der Wiederöffnung.
In den vergangenen vier Jahren wurde der Standort umfassend saniert und erweitert. Dabei entstanden 15 zusätzliche Pflegeplätze. Insgesamt bietet das Pflegewohnhaus nun Platz für 85 Bewohnerinnen und Bewohner, betreut von 82 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Barrierefreiheit und Wohnqualität
Besonderes Augenmerk lag auf der Barrierefreiheit und der Wohnqualität. „Das alte Gebäude war natürlich nicht mehr ganz barrierefrei“, erklärte Schwertner. Die Bäder seien vergrößert und moderne Standards umgesetzt worden. Außerdem wurden frühere Drei- und Vierbettzimmer durch überwiegende Einzelzimmer ersetzt.
„Genau darum geht es: die Rahmenbedingungen wohnlich zu gestalten, damit die Bewohnerinnen und Bewohner hier ein Zuhause bis zuletzt haben können“, so der Caritasdirektor. Auch für die Mitarbeitenden sei eine bessere Arbeitsatmosphäre geschaffen worden, um die anspruchsvolle Pflege langfristig sicherzustellen.
Pflege, Kindergarten & Gastronomie
Der revitalisierte Standort vereint mehrere soziale Angebote. Neben dem Pflegewohnhaus befindet sich dort nun auch eine Station der mobilen Pflege. Von Haus aus betreuen mehr als 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "Caritas Pflege Zuhause" rund 250 Menschen in der Umgebung.
Zusätzlich ist am Standort der „INIGO Salon“ angesiedelt, ein Café- und Gastronomiebetrieb mit sozialem Schwerpunkt. Dort erhalten langzeitarbeitslose Menschen die Möglichkeit, über Praktika den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen.
- Am Gelände befindet sich auch der Casa Kindergarten.
- Foto: Sade Jerabek/MeinBezirk
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Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem generationenübergreifenden Konzept: Am Gelände befindet sich auch ein Kindergarten der Casa Leben GmbH. Gemeinsame Räume sollen Begegnungen zwischen Jung und Alt fördern.
Für Anita Bauer, Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien, ist genau dieses Zusammenspiel besonders wichtig: „Die Kombination aus dem Kindergarten hier und den pflegebedürftigen Menschen, die hier wohnen, ist natürlich wunderschön.“ Dadurch könnten ältere Menschen „alle Aspekte des Lebens auch im Alter noch erleben“.
„Herzlichkeit macht ein Zuhause aus“
Der Fonds Soziales Wien betreut laut Bauer derzeit mehr als 58.000 pflegebedürftige Menschen in Wien – sowohl mobil als auch stationär. Einrichtungen wie jene in Schönbrunn seien deshalb ein wichtiger Teil der sozialen Infrastruktur der Stadt.
Wie ein Zuhause-Gefühl in einem Pflegeheim entsteht, erklärte Bauer so: „Wenn es nicht um Herzlichkeit geht, dann ist ein Haus eine Schale, in der man sich bewegt. Aber mit der Herzlichkeit wird es zu einem Zuhause.“
- Das Haus Schönbrunn ist das älteste noch bestehende Pflegewohnhaus Österreichs.
- Foto: Sade Jerabek/MeinBezirk
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Auch Bewohnerin Rita Pichler zeigt sich mit dem neuen Haus zufrieden: „Es ist freundlich, es ist bequem, man fühlt sich zu Hause.“ Besonders wichtig sei ihr die Unterstützung im Alltag: „Wenn wirklich was ist, ist man versorgt. Das finde ich wichtig.“
Frauenheimpark bleibt öffentlich zugänglich
Im Zuge des Umbaus gab es auch Diskussionen rund um den Zugang zum Frauenheimpark auf dem Gelände. „Es war uns ist uns ein großes Anliegen, dass der Frauenheimpark auch weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Denn auch die Bewohnerinnen und Bewohner im Haus genießen den Austausch und die Begegnung mit den Menschen aus der Umgebung“, so Schwertner, der sich bei der Eröffnung auch für die Unterstützung des Bezirks bedankt.
Auch Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ) betonte die Bedeutung des Standorts für den Bezirk: „Hier finden Menschen Betreuung, Pflege und ein Zuhause. Umso schöner ist es, dass dieser traditionsreiche Standort jetzt modernisiert und fit für die Zukunft gemacht wurde. Besonders wertvoll ist, dass hier unterschiedliche Generationen unter einem Dach zusammenkommen. Genau solche Orte stärken das Miteinander im Bezirk.“
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