135 Meter lang
Tunnelbohrmaschine für neuen Wiental-Kanal ist da
- Die ersten Teile der Tunnelbohrmaschine für den Bau des Wiental-Kanals sind da. Wien Kanal-Direktor Andreas Ilmer (li.) und Klimastadtrat Jürgen Czernohorzky (SPÖ) haben sich die Maschine vor Ort angesehen.
- Foto: Wien Kanal/Manu Grafenauer
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Bis 2028 soll die neue, insgesamt 8,6 Kilometer lange, Wiental-Kanal-Verlängerung fertig werden. Nach einigen Vorarbeiten konnten jetzt die ersten Teile der Tunnelbohrmaschine geliefert werden. Mitte April soll sie dann fertig zusammengebaut sein, um mit den Bohrungen starten zu können.
WIEN/MEIDLING. Die Großbaustelle am Gaudenzdorfer Gürtel ist fast nicht zu übersehen. Bereits seit einigen Monaten laufen dort die Bauarbeiten für die Verlängerung des Wiental-Kanals auf Hochtouren. Diese Woche ging das Projekt in die nächste, entscheidende Phase. In der Nacht auf Mittwoch wurden nämlich die ersten Teile der insgesamt 135 Meter langen Tunnelbohrmaschine, auch Tunnelvortriebmaschine genannt, geliefert.
Der neue Teil des Kanals soll dabei als Abwasserkanal dienen und mit einer Länge von 8,6 Kilometern durch insgesamt sechs Bezirke und unterhalb des Wienflusses entlang fließen. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) betont den Nutzen des größten Gewässerschutzprojekts der Stadt, das bis 2028 fertig werden soll: "Der neue Wiental-Kanal wird das Kanalnetz bei Starkregen entlasten und den Wienfluss vor Verunreinigungen schützen."
"Das Projekt hat vor allem nicht nur eine wienweite Bedeutung, sondern ist gerade auch für die Leute, die in der Nähe des Wienfluss wohnen, besonders im Sinne des Gewässerschutzes wichtig", freut sich auch der Meidlinger Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ) über den Bau der Verlängerung des Wiental-Kanals in seinem Bezirk.
Unterirdische Startröhre
Die Vorarbeiten für das große Bauprojekt starteten bereits vor sechs Monaten. Gebaut wurde unter anderem eine 140 Meter lange Startröhre in ungefähr 15 Metern Tiefe, wie Wiental-Kanal Projektleiter Daniel Pelzel erklärt: "Die Starröhre wird benötigt, um die 135 Meter lange Tunnelbohrmaschine anschließend auch zusammenbauen zu können."
- Gebohrt wird in ungefähr 15 Metern Tiefe unterhalb des Gaudenzdorfer Gürtels.
- Foto: Wien Kanal/Manu Grafenauer
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Auch die Konstruktionsplanung der Tunnelbohrmaschine selbst stellte keine leichte Aufgabe dar, wie der Projektleiter erklärt: "Die Maschine wird nämlich an alle Gegebenheiten und Bedingungen des Kanal-Baus angepasst und speziell dafür hergestellt." Die Wiental-Kanal-Bohrmaschine, die ungefähr zwölf Millionen Euro gekostet hat, wurde dabei als Unikat extra in Deutschland angefertigt.
Bohrstart Mitte April
Über 20.000 Einzelteile umfasst die insgesamt 1.000 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine. Eine heikle Angelegenheit also, die vor allem auch schweren Teile richtig zusammenzubauen. Pelzel erklärt, dass dafür ein spezieller Kran zum Einsatz kommt, der die Einzelteile dann sehr präzise in den Startschacht hebt.
- Bis 2028 soll der Kanal fertiggestellt werden.
- Foto: Wien Kanal/Manu Grafenauer
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Bis alle Teile bei der Wiental-Kanal-Baustelle angekommen sind und die Tunnelbohrmaschine fix und fertig zusammengebaut ist, kann es allerdings noch dauern. Die insgesamt 135 Meter lange und 1.000 Tonnen schwere Maschine wird laut dem Projektleiter, "wenn alles nach Plan verläuft", Mitte April fertig sein.
Bevor es dann für die Tunnelbohrmaschine "ran an die Arbeit geht" soll sie vor dem Dienstantritt auch noch getauft werden, heißt es vom Klimastadtrat. Verkünden wolle man den "besonders süßen Namen" jedoch erst im April.
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