"Mein Tag als": Unterwegs mit der Caritas Pöchlarn

Redakteur Daniel Butter und Pöchlarns Sozialstationsleiterin Chris Elisabeth Jantscher waren in Ratzenberg und in Nussendorf im Einsatz und griffen den Menschen unter die Arme.
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BEZIRK. Neun Jahre ist der Zivildienst im Landesklinikum Melk schon wieder her. Damals zwar nicht als Pfleger, sondern für den Transport zuständig, aber schon mit einer wichtigen Aufgabe: den Menschen zu helfen.

Heute, neun Jahre später, ist es wieder soweit. Ich wollte den Menschen wieder helfen und bot meine Dienste der Caritas Pöchlarn an. Chris Elisabeth Jantscher, die Chefin der Sozialstation, wartete schon auf mich, um gleich zum ersten Kunden nach Ratzenberg zu fahren. Schon auf dem Weg dorthin "warnte" sie mich, dass dieser Herr jemand ganz Besonderes ist.

Und ja, das war er. Bei der Ankunft stand die Garage offen. Jantscher sagte, dass er eigentlich gar nicht mehr Autofahren dürfe, er es aber immer wieder tut. Schnell noch den Termin in das Diensthandy eintragen – das ist Pflicht – und rein zu dem Herrn, um seine Ausrede anzuhören. Ganz ohne "Genierer" erzählte er auch stolz, dass er in Persenbeug einkaufen und dann beim Friseur war.

Jetzt geht's ran an die Arbeit

Nach einer kurzen "Ermahnung" ging es aber an die eigentliche Arbeit. Mit einem Stift wird dem Ratzenberger in den Finger gestochen und der Blutzucker gemessen. Alles im grünen Bereich. Nachdem der Pflegeplan durchgegangen wurde, wie etwa Medikamente nehmen und Wundversorgung, heißt es: ab unter die Dusche. Natürlich mit Unterstützung. Auch das Zähneputzen und das Rasieren gehören dazu.

Notfallknopf am Handgelenk

Eine Frage, die mich schon bei der Ankunft beschäftigte, ist eine Box über dem Telefon wo Caritas draufsteht. Jantscher erklärte nicht, sondern zeigte was es damit auf sich hat: Mittels Notfallknopf am Handgelenk kann ein Notruf an die Zentrale in St. Pölten gesendet werden. Nach nicht einmal 20 Sekunden meldete sich eine Stimme mit "Caritas, brauchen Sie Hilfe?". Schnell mit "Hallo, es ist nur ein Probealarm" melden und dann dem netten Herrn noch ein bisschen beim Haushalt helfen. Die wichtigsten Details noch in den Pflegeplan eintragen, am Handy die "Pflegezeit" eintragen, verabschieden und schon geht es weiter in das südliche Waldviertel. Nächster Halt: Nussendorf.

Dieses Mal sind wir zwei aber nicht alleine. Eine ältere Dame hatte vor Kurzem eine Knieoperation, die leider nicht so gut verlaufen ist. Die OP-Wunde ist dabei nicht so gut verheilt wie die Ärzte geglaubt haben. Um den Wundverlauf zu kontrollieren ist nun ein Arzt anwesend. Nachdem die Wunde vom Verband befreit wurde, begutachtete der Arzt diese. Er ist zufrieden mit der Arbeit der Caritas-Mitarbeiter und mit dem Heilungsprozess. Nach dem Bandagieren des Knies war der Auftrag erledigt und es ging wieder nach Pöchlarn. Mein spannender und interessanter Tag ist damit leider auch schon vorbei. Aber es war schön, den Menschen erneut helfen zu dürfen.

Redakteur Daniel Butter und Pöchlarns Sozialstationsleiterin Chris Elisabeth Jantscher waren in Ratzenberg und in Nussendorf im Einsatz und griffen den Menschen unter die Arme.
Chris Elisabeth Jantscher schreibt in den Pflegeplan alle erledigten Vorgänge ein. So weiß der nächste Pfleger über alles Bescheid.

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