Gerichtsverhandlung
Verteidiger kämpft um jedes Kilo Cannabis

Verteidiger Roland Schöndorfer
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  • Foto: Ilse Probst
  • hochgeladen von Daniel Butter

BEZIRK. Heimgehen und Therapie machen oder bis zu 15 Jahre Haft sind die Alternativen für einen einschlägig vorbestraften Mann aus dem Bezirk Melk, dem die St. Pöltner Staatsanwältin Barbara Kirchner die Erzeugung von 15,9 Kilo Cannabis, das er teilweise auch verkauft haben soll, zur Last legt.

Menge bestimmt Haft

Die Mengenangaben, die als Grundlage für das Strafmaß entscheidend sind, stammen von dem Beschuldigten selbst anlässlich der polizeilichen Einvernahme nach seiner Festnahme im Juni dieses Jahres. In seinem Haus fanden die Ermittlungsbeamten selbst gezogene Hanfpflanzen in seiner Indooranlage, als auch entsprechende Mengen konsumreifes Cannabis.
„Ich hab mich da komplett verkalkuliert, weil ich den ganzen Tag eing'raucht war“, behauptete der Haschgärtner vor Gericht. Er habe mit Verteidiger Roland Schöndorfer noch einmal nachgerechnet. Es sei mit Sicherheit weniger als die Hälfte von dem gewesen, was angeklagt ist, so der Beschuldigte, der nichts über jene Beamten kommen lässt, die mit seinem Fall betraut waren. „Diese Beamten haben mein Leben gerettet, als sie mich da rausgeholt haben“, meinte er, denn seine Gedanken hätten sich damals nur noch um Cannabis gedreht. Ihnen gegenüber gab er auch zu, dass er damals die Absicht gehabt habe, in großem Stil zu produzieren und im Darknet zu verkaufen. Im Prozess meinte er dazu: „Da hab ich absolut übertrieben!“

"Will neu durchstarten"

Er sei süchtig, sein Haus und seine Frau sind weg und er sitze bereits fünf Monate in Untersuchungshaft, listete Schöndorfer die Problematik seines Mandanten auf. Er habe jedoch bereits die Zusage für einen Therapieplatz, ergänzte der Verteidiger. „Ich möchte noch einmal ganz neu durchstarten“, beschwörte der Angeklagte den Richter, der die Hochrechnungen hinsichtlich der erzeugten bzw. verkauften Suchtgiftmengen für den Tatzeitraum 2012 bis 2018 bis zur Fortsetzung des Prozesses im Jänner noch überprüfen möchte.

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