Jugendcard nimmt langsam Fahrt auf

Etwas unrund läuft die Adventzeit derzeit in der Bezirkshauptstadt: Zum einen kam die neue Jugendcard gleich zu Beginn ins Straucheln, zum anderen erfüllt das Melker Adventdorf unter dem Motto „Grenzenlose Weihnachten“ nicht alle Erwartungen.

MELK. (CT) Seit Montag können sich Jugendliche aus dem ganzen Bezirk auf www.stadt-melk.gv.at für die neue Melker Jugendcard anmelden. Das Projekt unter der Federführung von Jugendgemeinderat Patrick Strobl (ÖVP) soll allen bis 24 zahlreiche Vergünstigungen bieten. „16 Betriebe sind beim Start fix dabei, weitere werden rasch folgen“, ist Strobl überzeugt.
Viele Wirtschaftstreibende sind jedoch skeptisch. „Das Konzept ist ausbaufähig, Sport- und Kulturangebote fehlen völlig“, meint Ulrike Diernegger, Sprecherin der Zunftzeichen-Innenstadtbetriebe.
Unternehmerin Maria Eva Graf pflichtet bei: „Eine Jugendkarte muss mehr bieten als nur Einkaufsgutscheine und Ermäßigungen für Kebap und Pizza. Es muss einfach mehr dahinterstecken, als nur einkaufen zu gehen“, ist sie überzeugt. Prinzipiell sei die Idee aber gut und die Wirtschaftstreibenden sind bereit daran mitzuwirken.
SP-Gemeinderat Jürgen Eder steht zwar zu dem Projekt, fordert jedoch auch eine Beteiligung der Stadt: „Eine gute Idee wäre sicher auf diesem Wege, die Erhöhung der Gebühren, etwa fürs Schwimmbad, wieder zurückzugeben.“ In den nächsten Tagen will die Stadt sich dazu äußern, welche Vergünstigungen sie ihren jungen Bürgern bieten will und am 10. Dezember wird das Projekt (einmal mehr) den Wirtschaftstreibenden vorgestellt.

Grenze der grenzenlosen Weihnacht
Höchst erfolgreich, wenn man die Besucherzahlen heranzieht, verläuft der Melker Advent. Allerdings werden viele Standler auch mit Beschwerden der Besucher konfrontiert. Deren Haupttenor: Das Motto „Grenzenlose Weihnachten“ existiere nur auf dem Papier, tatsächlich zu sehen ist von anderen Kulturen relativ wenig. „Ich habe schon von vielen gehört, dass sie sich mehr erwartet hätten und nicht mehr wiederkommen wollen“, berichtet etwa eine Standlerin, die lieber ungenannt bleiben möchte.
Stadtmarketing-Chefin Monika Weiß kann die Kritik nur bedingt nachvollziehen und weist auf die Positiva hin: „Es ist unser erster Versuch, das Thema in Zeiten knapper öffentlicher Kassen zu positionieren, die Initiative steht und fällt jedoch natürlich mit dem Engagement der Beteilig-ten.“ Die Spendenboxen seien jedenfalls gut angenommen worden, und auch 13 Aussteller konnten für die Wochenenden gewonnen werden. Sie schließt aber eine erweiterte Präsentation anderer Länder zumindest im kommenden Jahr nicht aus.

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