19.10.2014, 11:33 Uhr

GANS frisch am Tisch

Roswitha Labenbacher und Joachim Beringer setzen an allen Sonntagen im November auf das Ganslessen.

Uralte Tradition wird in zahlreichen Gastronomiebetrieben des Landes gelebt

NÖ. Das Martinsfest hat bereits lange Tradition, das Ganslessen stellt dabei das gesellige Beisammensein dar. In den meisten Fällen kommt dabei die klassische Zubereitung zur Anwendung. "Das Gansl soll traditionell bleiben, frisch gebraten und mit den Beilagen Kraut und Erdäpfelknödel versehen", ist Roswitha Labenbacher vom Gasthaus Beringer in Mank überzeugt. Jeden Sonntag im November kommen ihre Gäste auf Vorbestellung in den Genuss dieser Köstlichkeit, wobei jeder Termin ausgebucht ist.
Die perfekte Gans zeichnet neben der Frische auch die entsprechende Würze (mit Salz, Pfeffer und Majoran) sowie die Füllung mit Äpfel und Zwiebel aus.

Perfekte Abrundung fürs Menü

"Am Schluss werden unsere Gänse noch mit Honig und Conjak eingerieben", verrät Roswitha Labenbacher. Die klassische Vorspeise ist dabei die Gansleinmachnködelsuppe, welche ebenfalls großen Anklang findet. Abgerundet wird das perfekte Ganslmenü mit einem Dessert mit Maroni oder Kürbiskernen. "Zum Gansl eignet sich am besten ein frischer und spritziger Wein wie der Gstaubte oder ein Jungwein", so die Empfehlung von Joachim Beringer.
Ein weiterer kulinarischer Höhepunkt im Herbst ist der Karpfen. "Am beliebtesten ist ein gebackenes Filet vom Waldviertler Karpfen - gerne auch in einer Mohn- oder Hanfpanier", weiß Küchenchefin Roswitha Labenbacher.

Martin und die schnatternden Gänse

Das traditionelle Ganslessen hat seinen Ursprung in einer Legende über Martins Leben. Entgegen seinem eigenen Willen drängte das Volk von Tours darauf, Martin zum Bischof zu weihen. Er versteckte sich jedoch im Gänsestall, da er sich unwürdig für solch ein hohes Amt fühlte. Die Gänse jedoch hätten so aufgeregt geschnattert, dass Martin gefunden wurde und geweiht werden konnte.
Eine weitere Geschichte besagt, dass eine schnatternde Gänseschar in den Kirchraum gewatschelt sei und dabei Bischof Martin bei seiner Predigt unterbrochen habe. Diese sei gefangen genommen und zu einer Mahlzeit verarbeitet worden.
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