11.10.2014, 11:30 Uhr

Melk: Aktionstag wider die Einkommensschere

Regina Wenighofer, Charlotte Zimmerl, Helmut Novak, Bettina Feilinger-Klammer sowie Dagmar Raffetseder-Hammer und Josefa Jansky.
MELK. "Rein rechnerisch brauchen Männer nur bis zum 6. Oktober, um soviel Geld zu verdienen, wie Frauen in einem ganzen Jahr, "erklärt Bettina Feilinger-Klammer von der ÖGB-Bezirksstelle Melk, wie weit die Einkommensschere zwischen Mann und Frau in Niederösterreich nach wie vor auseinanderklafft. Umgekehrt bedeutet das, dass Frauen ab dem 6. Oktober praktisch gratis arbeiten, 86 Tage lang.
Auf diese Tatsache machten sie und einige Kollegen beim Löwenpark im Rahmen eines Aktionstages mit Broschüren, einer symbolischen "Einkommensschere" und Babykleidung aufmerksam.
Doch woran liegt's und wie kann Abhilfe geschaffen werden? "In manchen Branchen, in denen vor allem Frauen arbeiten, wird einfach schlechter bezahlt," weiß ÖGB-Regionalsekretär Helmut Novak. Überdies sei der Anteil an Teilzeitarbeit in Niederösterreich besonders hoch, was weitere Gehaltseinbußen für Frauen mit sich bringe. Der ÖGB fordert deshalb den weiteren Ausbau einer flächendeckenden ganztätigen Kinderbetreuung. "Es gbit kein Naturgesetz, wonach Frauen weniger verdienen als Männer. Beruf und Familie müssen leichter vereinbar werden" so Novak abschließend.
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