Starke Stimmen aus Mistelbach
Plattform NÖ zieht geschlossen gegen den „Gesundheitsplan 2040+“ ins Feld
- Am 23. April 2026 plant die Plattform NÖ eine große Demonstration beim Landhaus St. Pölten
- Foto: LKGmündbleibt
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In St. Pölten formierte sich nun der geballte Widerstand gegen den „Gesundheitsplan 2040+“ – mit klarer Kampfansage aus Mistelbach.
ST. PÖLTEN / MISTELBACH. Der Widerstand gegen den „Gesundheitsplan 2040+“ wird lauter – und organisierter. Am 22. Jänner 2026 versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter aus elf niederösterreichischen Regionen im Cityhotel St. Pölten, um als neu gegründete „Plattform NÖ“ geschlossen Druck auf die Landesregierung und die NÖ Landesgesundheitsorganisation (LGA) auszuüben. Mit dabei: eine starke Stimme aus dem Weinviertel – für den Erhalt des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf als Schwerpunktkrankenhaus.
- Die Plattform NÖ versammelte sich in St. Pölten zur ersten Pressekonferenz
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Zwölf engagierte Mandatare, Mediziner und Bürgervertreter präsentierten sich betont überparteilich und einig in ihrem Ziel: Neuverhandlungen statt Durchpeitschen des Gesundheitsplans. Denn dieser sieht nicht nur die Schließung von elf Notarzt-Stützpunkten vor, sondern auch massive Einschnitte für regionale Spitäler – darunter das Landesklinikum Mistelbach, das seinen Schwerpunkt verlieren soll.
„Es ist wie David gegen Goliat“, brachte Christian Oberlechner die Stimmung bei der ersten Pressekonferenz der Plattform auf den Punkt. Die Politik mauere, obwohl klar sei, dass der Plan eine spürbare Verschlechterung der Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung bedeute.
Mistelbach im Fokus: Versorgung ist kein Glücksspiel
Für Mistelbach sprach Alfred Weidlich, ehemaliger Bürgermeister und Gründer der Bürgerplattform „Schwerpunktkrankenhaus Mistelbach“. Seine Botschaft war klar:
Ein Spital ohne Schwerpunkt ist ein Spital auf dem Abstellgleis – mit Folgen für tausende Patientinnen und Patienten im Weinviertel. Gerade in einer wachsenden Region wie Mistelbach sei eine leistungsfähige Klinik unverzichtbar. Längere Wege, überlastete Nachbarspitäler und Zeitverluste im Notfall könnten im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden.
Zeitfaktor Notfall: Jede Minute zählt
Unterstützt wurde diese Warnung von medizinischer Seite. Internist und Psychotherapeut Alfred Lichtenschopf erinnerte daran, dass der Zeitfaktor in der Notfallmedizin entscheidend ist. Wenn Notarzt-Stützpunkte wegfallen, verlängern sich die Anfahrtswege drastisch. Der Rettungshubschrauber sei keine verlässliche Dauerlösung – schon gar nicht bei schlechtem Wetter oder in der Nacht.
„Wir machen das für die Menschen“ – und wir bleiben laut
Die Plattform NÖ möchte die politischen „Mauern“ nicht länger hinnehmen. „Wir reichen die Hand für neue Verhandlungen – jetzt ist noch Zeit“, betonte Herbert Gruber. Denn spätestens mit 1. April 2027 soll der Gesundheitsplan umgesetzt werden:
– Schließung des Landesklinikums Gmünd
– Schwerpunktverlust für Mistelbach
– Aus für elf Notarzt-Stützpunkte
Dass der aktuelle Plan Menschenleben kosten könnte, darin sind sich die Expertinnen und Experten der Plattform NÖ einig.
Große Demo angekündigt
Der nächste Höhepunkt des Protests steht bereits fest:
23. April 2026 – Großdemonstration beim Landhaus St. Pölten, zeitgleich mit der Landtagssitzung.
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