Schülern und Eltern stinkt es

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WOLKERSDORF. Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und vor allem dieser Gestank. Seit drei Monaten klagen einige der im neuen Zubau des Wolkersdorfer Gymnasiums untergebrachten Schüler über die Zustände in ihren Klassenräumen. 
Schon bei der Eröffnung im September der acht neuen Klassenräume war der intensive Geruch bemerkbar. "Ich dachte, dass wird sich verflüchtigen, wie bei jedem Neubau", erkannte Direktor Gerhard Schwaiglehner das Problem schon früh. Nach zwei Schulwochen nahmen die Klagen von Lehrern, Schülern und Eltern zu. Ende des ersten Schulmonats nahm der Schulleiter Kontakt mit dem Landesschulrat auf, der das Institut für Bauen und Ökologie zu einer Messung schickte. Diese erfolgte am 29. September. Die Ergebnisse waren alarmierend. Schon tags darauf informierte IBO-Luftraumexperte Bernhard Damberger den Landesschulrat und die Direktion des Gymnasiums über die sehr hohen Werte. Allerdings war davor 16 Stunden nicht gelüftet worden. Vor allem die Aldehyde und Terpene, organische Stoffe, die aus Holz ausgasen, waren weit überhöht. Hutter betont allerdings auch, dass durch die Luftbelastung keine Langzeitfolgen zu befürchten seien, sondern dass es sich um eine Akutreizung handle.

Lösung vor Weihnachten

Gemeinsam mit Umweltmediziner Hans-Peter Hutter wurden eine zweite Messung durchgeführt und erste Lösungsvorschläge erarbeitet. "Nach der ersten Messung war klar, so kann das nicht bleiben", bestätigt Hutter. Die zweite Messung erfolgte am 2. Oktober unter der Prämisse des intensiven Lüftens, das auch den gewünschten Erfolg eines wesentlich verbesserten Raumklimas erfüllte. Diese einfach umsetzbare Sofortmaßnahme wurde von der Schulleitung auch gleich veranlasst. Mit der Informierung der Eltern wartete der Direktor bis zum Abschluss des Expertenberichts. 
Als Lösung schlagen diese das Bekleben der OSB-Platten, die als Verursacher identifiziert worden sind, mit Spezialtapeten vor. Im Idealfall soll das noch vor den Weihnachtsferien geschehen.

Raumverschiebung

Den Eltern geht dies nicht weit genug: "Wir wollen unsere Kinder nicht mehr da drinnen haben." Bei einem Informationsabend machten sie ihrem Ärger Luft und forderten zum Teil, dass nun andere Klassen in den Zubau kommen. 
Die Schulleitung versucht nun, die Anwesenheit der Schüler in den Räumen des Zubaus zu minimieren, indem sie vermehrt im Hauptgebäude unterrichtet werden. "Allerdings darf nicht vergessen werden, dass wir nicht nur betreuen, sondern auch unterrichten sollen und wollen", betont Administratorin Elisabeth Schmid. 

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