22.12.2017, 08:58 Uhr

220 Taten auf einen Streich

(Foto: Archiv)

Ausforschung von 21 Tätergruppen in Niederösterreich

GROSSENGERSDORF/GERASDORF. Die Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich haben gemeinsam mit Bediensteten der verschiedenen Polizeiinspektionen seit 1. August 2017 insgesamt 21 Tätergruppen im Zusammenhang mit Wohnraumeinbrüchen ausgeforscht bzw. festgenommen.
Diese Tätergruppen umfassen insgesamt 36 Täter (Nationalitäten Rumänien, Ungarn, Moldawien, Georgien, Bosnien, Albanien, Serbien, Kroatien). Die aktuelle Gesamtschadenssumme beträgt mehr als 800.000 Euro. Es konnten rund 220 Taten geklärt werden.
Aufgrund von gezielten Fahndungsmaßnahmen in betroffenen Gebieten und sehr guten Hinweisen aus der Bevölkerung, konnten sechs Beschuldigte von Bediensteten verschiedener Polizeiinspektionen festgenommen werden. Durch die Ermittlungen des Landeskriminalamtes konnten 30 weitere Beschuldigte ausgeforscht und festgenommen werden.

Einbrüche in Großengersdorf und Gerasdorf

Am 25. Oktober 2017 kam es um 21 Uhr, in Großengersdorf zu einem Wohnhauseinbruch, wobei die Täter mit Schmuck, Bargeld und einem Tresor im gesamten Wert von 9.000 Euro, vom Tatort flüchten konnten. Die Großfahndung verlief vorerst negativ.
Bei einer Kontrolle am 26. Oktober 2017, um 7 Uhr, in der Schnellbahn am Bahnhof Gerasdorf konnten die Tatverdächtigen mit Diebesgut und Einbruchswerkzeug von Bediensteten der Polizeiinspektionen Wolkersdorf und Gerasdsorf bei Wien angehalten und festgenommen werden.
Die Erhebungen wurden vom Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Diebstahl, übernommen. Den weiteren Ermittlungen zufolge stehen zwei albanische Staatsbürger in Verdacht, in Niederösterreich und Wien sechs vollendete Einbrüche und drei versuchte Einbrüche in Wohnhäuser in Gerasdorf bei Wien, mit einer Schadenssumme von 33.000 Euro verübt zu haben.
Nach Spurenauswertung und Abgleich konnte einem der beiden Tatverdächtigen, 2 weitere Wohnhauseinbrüche in Wien mit einer Schadenssumme von 3.000 nachgewiesen werden.
Es handelt sich bei den Delikten um Wohnhauseinbrüche, wobei Fenster und Türen gewaltsam mit Schraubendrehern aufgezwängt wurden. Die Beschuldigte erbeuteten Bargeld, Schmuck, Elektronikgeräte, Urkunden, Kreditkarten und in zwei Fällen Faustfeuerwaffen. Bei einem Einbruch in Gerasdorf versuchten die Beschuldigten einen gestohlenen Tresor vergeblich zu öffnen.
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurden die beiden Beschuldigten in die dortige Justizanstalt eingeliefert.

Nö und Salzburg

Klärung von Einbruchsdiebstählen in NÖ und Salzburg – 2 Beschuldigte in Haft
Nach intensiver Ermittlungsarbeit des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Diebstahl, konnte ein serbisches Einbrecherduo ausgeforscht und festgenommen werden.
Den erfolgreichen Ermittlungen zufolge stehen die beiden serbischen Staatsbürger im Verdacht, in Niederösterreich und Salzburg viervollendete und vier versuchte Einbrüche mit einer gesamten Schadenssumme von 32.000 Euro verübt zu haben.
Es handelt sich bei den geklärten Delikten um Wohnhauseinbrüche, wobei zum Teil Fenster oder Terrassentüren gewaltsam aufgebrochen, oder Fenster und Türen mit Steinen eingeschlagen wurden. Aus den Wohnhäusern wurden Schmuck- und Bargeldbestände gestohlen.
Am 7. November 2017 wurden die Beschuldigten in 3100 St. Pölten bei einem versuchten Einbruch auf frischer Tat betreten und von den Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, gemeinsam mit Bediensteten des Einsatzkommandos Cobra, festgenommen.
In der Wohnung eines Tatverdächtigen konnte Schmuck sichergestellt und Tatorten in den Bezirken Lilienfeld und St. Pölten zugeordnet werden. Die Beschuldigten zeigten sich umfassend geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten wurde mit richterlicher Bewilligung über beide Beschuldigte die Untersuchungshaft verhängt. Die serbischen Staatsbürger wurden in das Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
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