28.03.2017, 00:00 Uhr

Die Kröten wandern wieder

Augen auf: Gefahrenschilder machen auf die Wanderungen der Kröten aufmerksam. (Foto: Klenner)

Jedes Jahr im Frühling machen sich tausende Erdkröten auf den Weg zu einem Laichgewässer und überqueren dabei Straßen. Autofahrer werden von Tierschützern und ÖAMTC-Experten um Vorsicht gebeten.

LEOPOLDSTADT/PENZING/HERNALS/FLORIDSDORF. Sobald die Temperaturen wieder milder werden und der Frühling beginnt, wandern die Kröten wieder zu den Gewässern zum Ablaichen. Da die Tiere oftmals Straßen auf ihrer Wanderschaft überqueren, ist von Autofahrern rund um Parkanlagen oder Waldgebiete in den Abendstunden besondere Vorsicht gefragt. Vor allem in Hütteldorf und Neuwaldegg sind Straßen betroffen.

Leopoldstadt: In der Leopldstadt befindet sich eine Wanderstrecke in der Aspernallee im Prater (Zufahrt zum Lusthaus vom Handelskai), bei der Vorsicht geboten ist.

Penzing: In Penzing gibt es gleich mehrere von den Kröten stark bewanderte Straßen: Die Amundsenstraße (im Bereich Schottenhof) sowie rund um den Dehnepark (Steinböckengasse, Rosentalgasse) machen sich die Tiere in den Abendstunden auf den Weg. Ebenso in der Sofienalpenstraße beim Adalbert-Stifter-Denkmal und in der Mauerbachstraße beim Schloss Laudon kommen häufig Wanderschaften vor.

Hernals: Im 17. Bezirk muss vor allem auf der Exelbergstraße beim Schwarzenbergpark Acht auf die kleinen Tiere gegeben werden.

Floridsdorf: Auch Floridsdorf ist von den Krötenwanderungen vor allem in der Senderstraße beim Bisamberg betroffen.

ÖAMTC-Experten bitten Autofahrer auf die grünen Gefahrenschilder mit dem Frosch zu achten und die Geschwindigkeit zu reduzieren. Auch können Tierschützer unterwegs sein, um die Tiere sicher über die Straße zu bringen. Denn einige in Wien heimische Amphibienarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und sind streng geschützt. So ist auch der "Verein Gegen Tierfabriken" gemeinsam mit der Wildtierhilfe Wien mit Freiwiligen-Teams vor Ort, um den kleinen Tieren auf ihrer Wanderschaft über die gefährlichen Straßen zu helfen. Außerdem wurden an besonders kritischen Punkten (zB: Rosentalgasse, Exelbergstraße, Senderstraße) fixe Tunnelanlagen errichtet, welche unter der Fahrbahndecke versenkt wurden. Zäune und Leitbleche führen die Ampibien zu den Eingängen der Tunnel. Die Kröten und anderen Amphibien wandern dann durch Röhren auf die andere Straßenseite.
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