13.10.2016, 14:58 Uhr

Neues Bildungskonzept - Landwirtschaftliche Fachschule Poysdorf übersiedelt

(Foto: privat)
Bereits seit dem heurigen Frühjahr vermehrten sich Berichte über die Neuordnung des berufsbildenden Schulwesens in Niederösterreich. Dir. Martin Faber und seine Lehrer von der Fachschule Poysdorf wendeten sich bereits damals an die Schulverwaltung und Politik in NÖ. "Nun ist es leider Gewissheit", berichtet Bürgermeister Thomas Grießl, der noch vor Veröffentlichung der Schulreform ein persönliches Gespräch mit der zuständigen Landesrätin Barbara Schwarz geführt hat. "Das tut gerade deshalb besonders weh, weil die Landwirtschaftliche Fachschule Poysdorf ausgezeichnete Bildungsarbeit leistet und mit einem großartigen Lehrer-Team bestens ausgebildete junge Menschen in das Berufs- und Familienleben entlässt", ergänzt Grießl.

Auch von einem Schüler-Mangel ist in Poysdorf nichts zu spüren – im Gegenteil: mit fast 100 Schülern verzeichnet die Schule momentan sogar einen Höchststand. In den nächsten 5 Jahren sollen Standorte zusammengeführt werden. Poysdorf wird in Mistelbach integriert und neue Bildungsschwerpunkte erhalten. "Alle Schüler, die ihre Ausbildung bereits begonnen haben, können diese auch in Poysdorf zu Ende führen", versprach LR Barbara Schwarz.

"Für Poysdorf ist das natürlich sehr schmerzlich, auch wenn wir in den letzten Jahren speziell mit dem Pflegeheim Haus der Barmherzigkeit, der Übernahme der Hauptschule Drasenhofen u.v.m. auch sehr viele nachhaltige Projekte mit anhaltender Wertschöpfung in Poysdorf umsetzen konnten. Beim Gespräch mit LR Schwarz habe ich eingefordert, dass allen Lehrern, sowie allen Bediensteten ein gleichwertiger Arbeitsplatz angeboten wird", ergänzt der Bürgermeister. Die Landesrätin sagte zu, dass für die Schule ein individueller Zeitplan entwickelt wird, der auch garantiert, dass es zu keinen Kündigungen kommt. "Weiters habe ich ersucht, dass unsere Stadt bei der Umsetzung eines nachhaltigen Ersatzprojektes seitens des Landes NÖ unterstützt wird. Wichtig für Poysdorf wäre ein starkes Wirtschafts- und Einkaufszentrum mit qualitativ hochwertigen Wohnungen, die uns den Stadtkern stärken", berichtet Bürgermeister Thomas Grießl.
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