Der November ist Pink

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BEZIRKSBLÄTTER: Denken Sie, die etablierten Parteien sollten die NEOS fürchten oder als Partner sehen?
BIRGIT EHOLD:Ich denke, sie haben keine Freude, wenn jetzt eine neue Farbe in die Gemeindestuben reinkommt. Fürchten muss man uns nicht. Die SPÖ Ternitz hat von uns schon einiges aufgegriffen, etwa die Ideenwerkstatt.

Waren Sie schon immer politisch interessiert?
Schon, aber mich hat immer irgendwo was gestört. Und da ist das jetzt überhaupt nicht so.

Wo ist ein guter Boden für die NOES im Bezirk?
Pitten ist sehr NEOS-affin und auch Willendorf, Breitenau, Natschbach war auch eine starke Gemeinde.

Warum gerade dort?
Weil viele Leute, vor allem von den Wittenern, arbeiten viele in Wien und haben schon beim Wahlkampf in Wien mitgemacht und kennen die NEOS. In Ternitz fehlt das noch total. Wir haben auch bei der Infoveranstaltung im Kuckuck Neunkirchen wieder einige dazu gewonnen.

Wo gibt's bereits NEOS-Kandidaten?
Wir haben für die Städte und drei kleine Gemeinden jemanden und da haben wir überall schon drei, vier Leute noch dahinter.

Können Sie konkreter werden?
Das wollen wir erst dann, wenn alles fixiert ist.

Ein Name, der immer wieder in Verbindung mit den NEOS fällt ist Gloggnitz Ex-Bürgermeister Werner Müllner.
Nein, davon weiß ich nichts. Er ist momentan nicht im Gespräch. Er hat sich irgendwann einmal bei Markus Darr gemeldet, ich hatte noch nie ein Gespräch mit ihm geführt.

Wie sieht's bei den Geschlechtern der Kandidaten aus?
Momentan haben wir noch mehr Männer. Ich habe eine Dame für eine Gemeinde.

Und das Alter der Kandidaten?
Mittleren Alters, so Mitte 40.

Sie selbst sind auch eine Politik-Quereinsteigerin?
Ja. Mich haben die NEOS total angesprochen. Sie vertreten genau meine Linie.

Was ist denn Ihre Linie?
Viel mehr Transparenz, viel mehr Ehrlichkeit, viel mehr Demokratie. Dass in der Gemeindepolitik z.B. nicht nur von einer Partei Leute sitzen habe, sondern wirklich mehr Parteien.

Das müssen Sie erklären. Der Gemeinderat setzt sich ja – je nach Wahlanteil – aus mehreren so und so starken Fraktionen zusammen.
Da gehört frischer Wind rein. Je mehr Parteien vertreten sind…

Aber das ist doch die Entscheidung des Wählers.
Es ist zu lange schon der Stillstand mit den Machtblöcken. Die Situation ist eine andere, wenn mehr Parteien drinnen sind.

Es gibt Leute, die behaupten, zu viele Parteien sorgen für italienische Verhältnisse, wo gar nichts mehr weitergeht.
Da sind wir noch lange nicht. Frischer Wind ist ganz dringend notwendig.

Früher brachten die Grünen der ersten Stunde frischen Wind.
Die gehen einen ganz anderen Weg. Das kann man nicht vergleichen. Fotos mag ich keine (beim Anheben der Kamera zum Auge – Anm. d. Red.).

Warum nicht. Das ist doch üblich in der Politik.
Gut, okay.

Wann präsentieren Sie die NEOS-Gesichter des Bezirks? 25. Jänner ist ja schon bald.
Wir haben vor, dass wir sie im November präsentieren. Einen ganz genauen Termin kann ich noch nicht sagen.

Ist das nicht kurzfristig? Die Kandidaten kennt ja noch niemand, oder sind bekannte Gesichter dabei?
Auch, ja. Aber das sagen wir alles rechtzeitig.

Aus Ihrer Erfahrung heraus, wo krankt's denn im Bezirk besonders? Wo ist dringend Handlungsbedarf?
Eindeutig in der Transparenz und der Erneuerung. In der Entbürokratisierung...

Gibt's Fraktionen, mit denen man sich eine Zusammenarbeit vorstellen kann oder mit dem man gar nicht reden will?
Was ist in einer kleinen Gemeinde? Da wird man mit jedem reden und zusammenarbeiten. Da gibt es überhaupt keine Vorbehalte.

Erklären Sie mir kurz, wenn ich z.B. ein 36-jähriger Familienvater von zwei kleinen Kindern bin, habe Haus, vielleicht auch Schulden, warum soll ich die NEOS wählen? Was bringt mir das als Bürger?
Weil die NEOS einen ganz anderen Zugang zu jungen Leute haben, auch zum Bildungsthema. Wir gehen alleine schon Bildung ganz anders an als sie jetzt passiert: Weg von den Parteien, die bestimmen wer wo Lehrer wird.

Offiziell gibt's doch Hearings, oder?
Der Direktor von Schulen erfährt oft erst vor Schulanfang, mit wem sie zusammenarbeiten. Die können sich nicht das Team selbst aufstellen. Das Schulsystem muss anders werden und losgelöst werden von der Politik, damit man den bekommt, der am besten qualifiziert ist.

Das Land ist durchdrungen von den Machtblöcken, egal ob Autofahrerclubs oder Gewerkschaften.
Genau und das ist der Wahnsinn und es wird alles über das gespielt. Das ist der springende Punkt und das gehört endlich weg.

Was geschieht mit den Anregungen, die von Bürgern kommen?
Jeder kleine Input wird in Themengruppen weiter ausgearbeitet und auf Bundes- und Landesebene besprochen.

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