Semperit-Vorstand will Dividende streichen

Bis 2020 will Semperit die Restrukturierungs- und Transformationsphase abschließen – allerdings wird ein negatives Ergebnis nach Steuern für 2017 erwartet. Und das hat Auswirkungen.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Auf Basis der bisher vorliegenden Ergebnisse des laufenden Analyse- und Transformationsprozesses sowie deren Diskussion mit dem Aufsichtsrat leitet der Vorstand der Semperit AG Holding mit Nachdruck eine Phase nachhaltiger Restrukturierung ein. Ein aus heutiger Sicht einstellig negatives EBIT für das vierte Quartal 2017 unterstreicht die Notwendigkeit dieser Entscheidung. Neben den laufenden Optimierungsmaßnahmen im Segment Sempermed startet Semperit nun weitere Umsetzungsschritte bei Sempertrans und Semperform.

Notwendige Schritte

Im Segment Semperflex und im Mischbetrieb (Mixing) stehen die Beschleunigung der profitablen Umsetzung der unverändert erforderlichen Investitionsprojekte und des damit verbundenen organischen Wachstumskurses im Vordergrund. 
Auf Basis des erwarteten negativen Ergebnisses nach Steuern für das Jahr 2017 und aufgrund der Fortsetzung des Restrukturierungs- und Transformationsprozesses wird der Vorstand aus heutiger Sicht keine Dividende vorschlagen (Vorjahr: 0,70 EUR je Aktie). 
In der Restrukturierungsphase liegt der Fokus insbesondere auf folgenden Punkten:

  • 
Optimierung der operativen Produktions- und Einkaufsprozesse

  • Verbesserung der Prozesse zur Preisfindung und Preisfestsetzung

  • Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung des aktuellen Produktionsfootprints
  • Stabilisierung und nachhaltige Verbesserung des operativen Ergebnisses 


"Wir haben seit dem Start des Analyse- und Transformationsprozesses im Herbst 2017 signifikante Potenziale zur Ergebnisverbesserung identifiziert und leiten ab sofort entsprechende Umsetzungsmaßnahmen in die Wege", sagt Dr. Martin Füllenbach, Vorsitzender des Vorstands der Semperit AG Holding.
"Mit einer erheblichen Restrukturierung und Komplexitätsreduktion wollen wir bis 2020 zu neuer Stärke und Profitabilität finden. Darüber hinaus wird sich der Vorstand nach dem Sichtbarwerden griffiger Restrukturierungserfolge mit Wachstumschancen rund um den Technologiekern und die über 195 Jahre gewachsenen Marktkenntnisse beschäftigen." 


Vorstand entscheidet im Laufe des Jahres

Im Verlauf des Jahres 2018 wird der Vorstand Schritt für Schritt entscheiden, ob es Änderungen im Portfolio der bestehenden Segmente sowie weitere Anpassungen im Produktionsfootprint geben wird, nachdem das verlustbringende Werk von Sempertrans in Frankreich bereits im Jahr 2017 geschlossen wurde. Der Abschluss der Transformation der Semperit Gruppe ist für Ende 2020 geplant. Ab diesem Zeitpunkt soll die Semperit Gruppe als zentrale Steuerungsgröße eine EBITDA-Marge von rund 10% erzielen. 
Der Vorstand rechnet auch in den kommenden Quartalen mit fortlaufenden Einmaleffekten und Restrukturierungskosten, die für zusätzliche Volatilität im Ergebnis sorgen können. Für das Geschäftsjahr 2018 ist von erhöhten Beratungskosten zur Unterstützung der Umsetzung auszugehen. Aus diesen Gründen ist das Jahr 2018 als Übergangsjahr zu sehen.

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