Marillenernte 2026
Durchschnittliche Erträge erwartet, Preis bleibt stabil bei 5 Euro
- Die Marillenernte in Kittsee startet diese Woche.
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Trotz den Frostschäden in einigen Anbauregionen rechnen die Marillenproduzentinnen und Marillenproduzenten in Kittsee heuer mit einer durchschnittlichen Ernte. Der Verkaufspreis der Kittseer Marillen soll bei fünf Euro pro Kilogramm bleiben. Die Ernte der frühen Marillensorten startet noch diese Woche.
KITTSEE. Die Wetterbedingungen im Frühjahr stellten die Obstbäuerinnen und Obstbauern erneut vor Herausforderungen. Laut Josef Maurovich, Obmann des Vereins "Kittseer Marille", zeigten sich die Auswirkungen regional sehr unterschiedlich. Während manche Flächen kaum betroffen waren, kam es in manchen Obstgärten zu starken Frostschäden. "Wir rechnen heuer mit einer durchschnittlichen Ernte, aber auf jeden Fall ausreichender Menge und Top-Qualität", sagte Maurovich.
- 2025 wurden 578 Tonnen Marillen im Burgenland geerntet.
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Die Kittseer Marillen haben lange Tradition. Seit rund 100 Jahren werden Marillen in der Region angebaut. Im Burgenland werden auf einer Fläche von 82 Hektar Marillen angepflanzt. Allein in Kittsee bewirtschaften 45 Obstbäuerinnen und Obstbauern etwa 30.000 Marillenbäume. Laut der Landwirtschaftskammer Burgenland wurden im Vorjahr 578 Tonnen Marillen im Burgenland geerntet.
Bio-Betriebe unter Druck
Obwohl die gesamte Marillenanbaufläche im Burgenland in den letzten 25 Jahren um 40 Prozent gestiegen ist, ist die Anzahl der Bio-Produzenten stark zurückgegangen. Der Grund dafür sei der fehlende Pflanzenschutz. "Der Bio-Bereich ist sehr abhängig von den Notfallzulassungen, die leider oft sehr spät kommen", erklärte Martin Hejret, Marillenbauer in Kittsee. Es gebe laut Hejret im konventionellen Anbau auch weniger Ausfälle, als im biologischen.
Neue Marillenkönigin
"Es ist meine Ehre, dass ich die größte Marillengemeinde Österreichs vertreten darf", sagte Leonie Kümerl. Die Schülerin wurde im April zur neuen Marillenkönigin gekrönt und wird Kittsee in den nächsten drei Jahren österreichweit repräsentieren. Da ihre Eltern selber Marillenproduzenten sind, ist sie von klein auf mit dem Anbau vertraut. Obwohl sie in der Zukunft einmal Lehrerin werden möchte, will sie auch künftig dem Marillenanbau treu bleiben. "Es wäre die ideale Beschäftigung für die Sommerferien," erklärte die Marillenkönigin.
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