Imkereiverband feiert Jubiläum
14.000 Bienenvölker sichern die Bestäubung im Burgenland
- Die Arbeit der Bienen geht weit über die Honigproduktion hinaus: Durch die Bestäubung leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Lebensmittelproduktion in der Landwirtschaft.
- Foto: pixabay / terski
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Im Burgenland sichern rund 700 Imkerinnen und Imker mit über 14.000 Bienenvölkern die Bestäubung und Honigproduktion. Zum 100-jährigen Bestehen des Imkereiverbands rücken neben der Bedeutung der Bienen auch aktuelle Herausforderungen wie die Neophyten-Offensive des Landes in den Fokus.
BURGENLAND. Es summt im Burgenland: Über 14.000 Bienenvölker werden derzeit im östlichsten Bundesland Österreichs von etwa 700 Imkerinnen und Imkern betreut. 15 Prozent davon tun dies im Haupterwerb. Der Großteil betreibt die Imkerei jedoch im Hobby- oder Nebenerwerb. Die Bienenzucht spielt dabei nicht nur wegen des Honigs eine Schlüsselrolle im Burgenland – je nach Witterung und Tracht werden pro Jahr und Volk zwischen 15 und 35 Kilogramm produziert –, sondern insbesondere wegen der Bestäubungsleistung. Die Insekten leisten damit nämlich einen wesentlichen Beitrag für Landwirtschaft und Ernährung.
- Die jährliche Honigmenge liegt – je nach Witterung und Tracht – zwischen rund 15 und 35 Kilogramm pro Volk.
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Imkereiverband feiert 100-jähriges Bestehen
Seit einem Jahrhundert werden die Imkerinnen und Imker im Burgenland vom Imkereiverband unterstützt, wobei auch kräftig in die nächste Generation investiert wird. Bei einem Aufeinandertreffen zwischen Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mit Landesobmann Herbert Grafl, Julia Mainx und Daniela Neururer vom Burgenländischen Imkereiverband standen kürzlich neben dem Jubiläum auch die Maßnahmen der geplanten Neophyten-Offensive des Landes im Fokus. Die enge Zusammenarbeit und Abstimmung sei wesentlich für den Erfolg dieser Kampagne, betonte Haider-Wallner.
- Ein Austausch zum 100-jährigen Bestehen des Burgenländischen Imkereiverbandes: LH-Stv.in Anja Haider-Wallner mit Landesobmann Herbert Grafl, Julia Mainx und Daniela Neururer (v.l.) vom Burgenländischen Imkereiverband
- Foto: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
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Neophyten-Offensive bereitet Sorgen
Denn es gibt auch Bedenken, unter anderem hinsichtlich der für die Honigproduktion wichtigen Robinie – auch Scheinakazie oder falsche Akazie genannt. „Ein flächendeckendes Zurückdrängen der Robinie im Burgenland ist weder vorgesehen noch realistisch. Es ist nicht unser Ziel, etablierte Trachtpflanzen als wichtige Nahrungsquelle für die Honigbiene zu beeinträchtigen“, versucht Haider-Wallner zu beruhigen, betont jedoch zugleich, die Bedenken ernst zu nehmen. Die Maßnahmen der kürzlich gestarteten Neophyten-Offensive würden sich demnach in erster Linie auf Naturschutzgebiete und ökologisch besonders wertvolle Flächen konzentrieren. Invasive Neophyten sollen gezielt dort zurückgedrängt werden, wo sie geschützte Tier- und Pflanzenarten erheblich beeinträchtigen.
Für die Imkerei hätte die Offensive zudem langfristige Vorteile: „Wenn wir die heimische Vegetation gezielt fördern, gibt es über die ganze Vegetationsperiode hinweg ein kontinuierlicheres und ausgewogeneres Blütenangebot. Davon profitieren die Bienen direkt – sie finden besser Nahrung, und die Bestäubung wird insgesamt stabiler“, erklärt Haider-Wallner.
- Fleißiges Bienchen: Die Insekten nehmen eine Schlüsselrolle in der Bestäubung und landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion ein.
- Foto: panthermedia/manfredxy
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Investition in die nächste Generation
Im Burgenland wird übrigens auch kräftig in den Imkerei-Nachwuchs investiert. An der Landwirtschaftlichen Fachschule Güssing wurden beispielsweise Bienenstöcke etabliert, in der LFS Eisenstadt ist zudem die Einführung der Bienenhaltung und des Unterrichtsfachs Bienenwirtschaft geplant.
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