07.06.2016, 10:26 Uhr

Michael Perschy: Maler mit Matura

Malermeister Michael Perschy - er führt seinen Betrieb seit dem Jahr 1996.

Michael Perschy aus Frauenkirchen ist Malermeister von Beruf. Auch wenn er "anders" startete.

FRAUENKIRCHEN. Schon der Großvater und der Vater waren Maler. Also ist Michael Perschy Malermeister in dritter Generation. Allerdings startete er seinen Berufsweg ein wenig anders. "Ich war zwar schon während meiner Schulzeit immer einen Monat in den Ferien mit und bin so in den Betrieb hineingewachsen, trotzdem habe ich die Matura gemacht", erzählt Michael Perschy.

Studium
Nach der Reifeprüfung startete Michael Perschy ein Studium - und zwar das der Betriebswirtschaft. "Nach drei Semestern habe ich aber abgebrochen, weil mich die Materie nicht wirklich interessiert hat", so Perschy. Er suchte sich einen Job bei einer Bank, einigte sich dann aber doch mit dem Vater in die Firma einzusteigen. Das übliche Prozedere folgte, lernen, Gesellenprüfung, dann 1990 die Meisterprüfung. "Ich habe die Firma einige Zeit nach meiner Meisterprüfung vom Vater übernommen, also den Malereibetrieb und auch die Kleiderreinigung, die meine Frau führt", erzählt er.

13 Mitarbeiter

In der Firma arbeiten mittlerweile 13 Leute, auch Lehrlinge wurden früher ausgebildet. "Das tue ich mir aber nicht mehr an", meint Perschy. "Es ist einfach schwieriger geworden wirklich gute Lehrlinge zu bekommen." Und weiter: "Ich mache meinen Job gerne und für mich und meine Mitarbeiter ist wichtig, dass die Arbeit Qualität hat und so abgeliefert wird, wie ich es auch bei mir zu Hause haben möchte. Das erwarte ich dann natürlich auch von den Lehrlingen." Schade findet er, dass die Belastungen für kleine Betriebe immer größer werden. "Man könnte oft mehr Personal brauchen, aber als kleiner Betrieb, kann man sich das kaum mehr leisten."


Schwierige Zeit

Die Zeiten sind nicht nur in Sachen Lehrlinge schwieriger geworden. Auch der Konkurrenzdruck ausländischer Firmen steigt. "Die Leute sagen immer, man kann das bei euch ja nicht machen lassen, ihr seid viel zu teuer. Trotzdem wäre ein Preisvergleich gar nicht schlecht. Ich denke, viele wären überrascht", meint er. Seine Kundschaft ist ausschließlich privat. "Unser Spektrum reicht von Innenmalerei - wenn gewünscht auch mit nachhaltigen, ökologischen Farben, Fassaden, Vollwärmeschutz, Trockenbau über Bodenbeschichtungen bis hin zur Bodenlegerei", erzählt er.
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