17.09.2014, 15:47 Uhr

Vorsicht Tierbesitzer!

Andrea Prikler bittet die Tierbesitzer des Bezirkes um besondere Vorsicht. (Foto: Simonyi)
WINDEN AM SEE/ BEZIRK (cht). Die Tierbesitzer im Bezirk sind beunruhigt. In Winden am See hat jemand Blaukorn in einen Garten geworfen.
Fressen Hunde oder Katzen so einen Köder, verenden sie qualvoll, wenn das Gift nicht rechtzeitig erkannt wird.
"Leider kommt es noch immer vor, dass kranke Hundehasser Gift an öffentlich zugänglichen Orten auslegen oder sogar über die Umzäunung in Privatgrundstücke werfen", weiß auch Tierärztin Andrea Prikler aus Parndorf. "Abgesehen davon, dass es sich bei einem solchen Vorgehen um einen strafbaren Tatbestand handelt, ist ein Giftköder in jedem Fall auch eine Gefahr für den Menschen – man stelle sich nur vor, ein Kleinkind berührt den oft nicht auf den ersten Blick als solchen erkenntlichen Köder und steckt sich dann die Finger in den Mund. Das kann lebensgefährlich sein", so Prikler.

Verschiedene Giftarten
Die meisten Vergiftungsfälle bei Haustieren werden entweder durch Rattengift, Phosphorsäure oder Carbamate und Ähnlichem verursacht.
"Bei Rattengift wird die Blutgerinnung verhindert, es kommt zu Blutungen im ganzen Körper. Wenn ein Tier Rattengift aufgenommen hat, kann der Tierarzt durch vorbeugende Behandlung mit Vitamin K die Wirkung wieder aufheben. Man sollte sofort einen Tierarzt aufsuchen", weiß die Tierärztin. "Phosphorsäureester , Carbamate und Ähnliches, kommt meist in Form von violetten Kügelchen vor. Da kein Hund aufgrund von Geruch und Geschmack solche Kügelchen aufnehmen würde werden sie hinterhältig in geruchsintensive Nahrungsmittel verpackt, die Hunde und Katzen durch ihren Duft anlocken und die sie gerne fressen. Diese Giftstoffe greifen in die Übertragung von Impulsen an der Übergangstelle von Nerven ein. Es kommt nach der Giftaufnahme zu unkoordinierten Bewegungen, Zittern, Krämpfen und Speicheln. Beim leisesten Anzeichen einer solchen Symptomatik muss sofort und schnellstmöglichst ein Tierarzt aufgesucht werden. Denn nur durch die rechtzeitige Injektion eines Gegenmittels und begleitende medizinische Massnahmen, kann der sonst sichere Tod verhindert werden", so Prikler. Falls Sie also sehen, dass Ihr Hund irgendwo etwas frißt, dann überzeugen Sie sich möglichst, was das gewesen sein kann und suchen Sie bei leisestem Verdacht einen Tierarzt auf!


TIPPS DER TIERÄRZTIN:

Die meisten Vergiftungsfälle bei Haustieren werden durch folgende Stoffklassen verursacht:
1; Rattengift - dabei handelt es sich heutzutage um einen Stoff ( Anti – Vitamin K ), der die Blutgerinnung verhindert, es kommt zu Blutungen im ganzen Körper. Wenn ein Tier Rattengift aufgenommen hat kann der Tierarzt durch vorbeugende Behandlung mit Vitamin K die Wirkung wieder aufheben. Man sollte sofort einen Tierarzt aufsuchen, die Wirkung des Gegenmittels ist natürlich von der Menge der aufgenommenen Substanz und von der seit der Aufnahme vergangenen Zeit abhängig.
2; Phosphorsäureester , Carbamate und Ähnliches, meist in Form von violetten Kügelchen. Da kein Hund aufgrund von Geruch und Geschmack solche Kügelchen aufnehmen würde werden sie hinterhältig in geruchsintensive Nahrungsmittel verpackt, die Hunde( und Katzen ) durch ihren Duft anlocken und die sie gerne fressen. Diese Giftstoffe greifen in die Übertragung von Impulsen an der Übergangstelle von Nerven ein. Es kommt je nach gefressener Menge ungefähr eine halbe Stunde nach der Giftaufnahme zu unkoordinierten Bewegungen, Zittern, Krämpfen und Speicheln. Beim leistesten Anzeichen einer solchen Symptomatik muss sofort und schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden !!!!
Denn nur durch die rechtzeitige Injektion eines Gegenmittels und begleitende medizinische Massnahmen kann der sonst sichere Tod verhindert werden !!!
Falls Sie also sehen, dass Ihr Hund irgendwo etwas frißt dann überzeugen Sie sich möglichst, was das gewesen sein kann. Falls noch irgendwelche Reste des Köders zu finden sind bitte unbedingt mitnehmen – BITTE NICHT MIT DER BLOSSEN HAND ANGREIFEN !!!! –diese Reste können dem Tierarzt durch ihre Farbe und Konsistenz einen wichtigen Hinweis darauf geben, welches Gift der Hund aufgenommen hat und dadurch die Therapie erleichtern.
Es wäre auch wichtig, sich die genaue Fundstelle zu merken und die eventuellen Köderreste vor dem Verpacken mit dem Handy zu fotografieren, das kann ein wichtiger Beweis sein, denn gefundene Giftköder sollten immer bei der Polizei angezeigt werden !!!
Wenn Ihr Hund dazu neigt, beim Spazierengehen Herumliegendes zu fressen dann gewöhnen Sie Ihn bitte vorsorglich an einen Beißkorb !!! Dieser kann, im Gegensatz zu einer Leine, sicher verhindern, dass Giftstoffe aufgenommen werden und dadurch das Leben Ihres Hundes retten !!!
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