"Nun hat Corona uns auch getroffen"
Doch keine Kängurus auf Hof-Sonnenweide in Weppersdorf

Keine Kängurus in Weppersdorf: "Die letzte Nachricht, die uns erreichte, war, dass die Tiere nun in Ungarn bleiben und später dann gruppenweise abgegeben werden."
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  • Keine Kängurus in Weppersdorf: "Die letzte Nachricht, die uns erreichte, war, dass die Tiere nun in Ungarn bleiben und später dann gruppenweise abgegeben werden."
  • Foto: Hof-Sonnenweide
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Wie die Bezirksblätter berichteten, hätte der Hof-Sonnenweide in Weppersdorf Ende März gerne mehrere Kängurus aufgenommen – der Corona-Virus verhindert dies aber

WEPPERSDORF. "Nun hat Corona uns auch getroffen, allerdings anders als wir es jemals für möglich gehalten hätten", berichteten Andreas und Elisabeth Nussbaumer vom Hof-Sonnenweide am Montag auf Facebook. "Wir haben die letzten Wochen mit akribischer Arbeit und Vorbereitung verbracht um acht Kängurus ein neues zuhause zu bieten. Kein Stein blieb auf dem anderen. Tiere wurden umgesiedelt, und das neue Gehege gebaut und adaptiert. Sowohl finanziell als auch zeitlich flossen viele Ressourcen in die notwendigen Vorbereitungen."

"Die Kängurus werden nicht kommen"

Seit Montag sei nun klar: "Die Kängurus werden nicht auf Hof-Sonnenweide kommen". Nach langer und komplizierter Koordination zwischen dem Fachtierarzt aus dem Zoo Schönbrunn und der Besitzerin der Kängurus, wäre am Montag der Abholtermin aus Ungarn gewesen – der Standort an dem sich die Tiere momentan befinden. Kurzfristig habe jedoch der Tierarzt den Termin abgesagt, "außerdem gibt es, wie ihr wisst, eine Ausgangsbeschränkung in Österreich und der Grenzübertritt nach Ungarn ist ebenfalls nur sehr eingeschränkt möglich".

Tiere bleiben nun in Ungarn

Ein neuer Termin, wenn sich die Lage wieder normalisiert habe, sei den Beiden nicht gewährt worden. "Die letzte Nachricht, die uns erreichte, war, dass die Tiere nun in Ungarn bleiben und später dann gruppenweise abgegeben werden. Andi und ich sind noch immer fassungslos, dass all die Zeit und Arbeit die wir investiert haben um mit Eurer Hilfe den Kängurus das bestmögliche Zuhause zu bieten, nun scheinbar umsonst war", heißt es in der Facebook-Nachricht.

Stattdessen zwei "Schweinedamen"

Der große Aufwand sei aber nur scheinbar umsonst gewesen: "Wir werden das neue Gehege und unsere Energie nützen, um anderen Tieren, die ein schönes und sicheres Zuhause suchen, einen guten Platz und ein schönes Leben zu bieten. Den Beginn machen im April schon einmal zwei Schweinedamen." Ziel sei nun in den nächsten herausfordernden Wochen die Betreuung und Futterversorgung für die bestehenden rund 120 Schützlinge sicherzustellen. "Das bedeutet pro Monat rund 3-5 Tonnen Heu, eine halbe Tonne Getreide sowie Kistenweise Obst und Gemüse."

Känguru-Spende wird zurückgezahlt

Natürlich zahle man auf Wunsch eingegangene Känguru-Spenden zurück. "Bitte schickt einfach eine Persönliche Nachricht via Facebook und wir veranlassen dann alles Weitere. Wir werden die SpenderInnen auch soweit wie möglich persönlich kontaktieren."

Keine Kängurus in Weppersdorf: "Die letzte Nachricht, die uns erreichte, war, dass die Tiere nun in Ungarn bleiben und später dann gruppenweise abgegeben werden."
Andreas und Elisabeth Nussbaumer bekommen nun doch keinen Kängurus.
Autor:

Franz Tscheinig aus Eisenstadt

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