Pflegekonzept bring Leben ins Hodiser-Zentrum
"Ein Haus geht. Ein Ort bleibt" - Markt Neuhodis plant Sozialkompetenzzentrum

Klaus Glavanics, Bgm. Joachim Radics, Altbürgermeister Helmut Holper, Vizebürgermeister Roland Muhr, OSG-Vorstand Alfred Kollar und Altbürgermeister Hans Wallner bei der Projektpräsentation am alten Schulareal in Markt Neuhodis. | Foto: Peter Seper
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  • Klaus Glavanics, Bgm. Joachim Radics, Altbürgermeister Helmut Holper, Vizebürgermeister Roland Muhr, OSG-Vorstand Alfred Kollar und Altbürgermeister Hans Wallner bei der Projektpräsentation am alten Schulareal in Markt Neuhodis.
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Das ehemalige Volksschul- und Kindergartengebäude wird neuen Zukunftsobjekten weichen - so die Ankündigung zu einer Sonntagsmatinee-Infoveranstaltung am 18.Oktober in der Gemeinde Markt Neuhodis mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG). Bürgermeister Joachim Radics und Vizebürgermeister Ronald Muhr konnten neben zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern auch OSG-Vorstand und Projektpartner Alfred Kollar am Areal des alten Schulgebäudes willkommen heißen. Neben einem emotionalen OSG-Rückblick - es wurden bis heute 9 Wohnungen und 13 Bungalows in Markt Neuhodis gebaut - soll die Erfolgsgeschichte mit einer einzigartigen Projektvorstellung fortgeschrieben werden.

MARKT NEUHODIS. Ein zentrales Zukunftsprojekt soll am Areal der ehemaligen Volksschule und des Kindergartens umgesetzt werden. "Wir möchten hier ein Sozialpflegekompetenzzentrum als Pilotprojekt schaffen. Dabei soll eine Tagesbetreuung und ein 24-Stunden-Pflegemodell im Verhältnis 1:3 entstehen. Der Bau von 9 Startwohnungen ist bereits in der Umsetzungsphase“, berichtet Bürgermeister Joachim Radics in seinem Begrüßungsstatement.
OSG-Vorstand Alfred Kollar hält in einem Rückblick fest, dass ihm einerseits ein familiärer Bezug zu Markt Neuhodis verbindet und er andererseits mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) bereits großartige Wohnprojekte umgesetzt hat. „Unter den Bürgermeistern Helmut Holper und Hans Wallner wurden 9 OSG-Wohnungen errichtet.

13 Bungalows errichtete die OSG in Markt Neuhodis - die Nachfrage ist groß und deshalb entstehen im 4. Bauabschnitt weitere Bungalows. | Foto: Peter Seper
  • 13 Bungalows errichtete die OSG in Markt Neuhodis - die Nachfrage ist groß und deshalb entstehen im 4. Bauabschnitt weitere Bungalows.
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Mit Bürgermeister Joachim Radics startete die OSG ein erfolgreiches Bungalow-Projekt in Sportplatznähe. Dabei hat auch Klaus Glavanics eine entscheidende Rolle mit einem geeigneten Grundstück gespielt. 13 Bungalows wurde bereits gebaut und sind vergeben, deshalb wurde vor wenigen Tagen der 4. Bauabschnitt gestartet, wo weitere Bungalows entstehen. Eine Erfolgsgeschichte, die mit dem Projekt, das wir heute vorstellen eine Fortsetzung finden soll. Wir wollen für Generationen bauen und haben im 1. Bauabschnitt vor, im Zentrum des Ortes Wohnungen für junge Menschen zu errichten. Hier ist die Infrastruktur vorhanden, der Gemeinde entstehen keine zusätzlichen Kosten und wir können in gewachsene Strukturen bauen. In das Bauvorhaben von 9 Wohnungen zwischen 55 und 60 m² werden wir 2 Mio. Euro investieren. Start des Bauvorhabens ist Frühjahr 2027 - und 14 bis 15 Monate später sollen diese Startwohnungen zur Übergabe bereit sein“, so Alfred Kollar.

OSG-Vorstand Alfred Kollar, Ortsvorsteherin Bettina Balogh, Bürgermeister Joachim Radics und Vizebürgermeister Roland Muhr luden zur Infoveranstaltung "Ein Haus geht. Ein Ort bleibt" nach Markt Neuhodis. | Foto: Peter Seper
  • OSG-Vorstand Alfred Kollar, Ortsvorsteherin Bettina Balogh, Bürgermeister Joachim Radics und Vizebürgermeister Roland Muhr luden zur Infoveranstaltung "Ein Haus geht. Ein Ort bleibt" nach Markt Neuhodis.
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Einzigartiges Pflegekonzept bringt Leben ins Zentrum

Parallel zum Bauprojekt der Startwohnungen laufen die Vorbereitungen für den 2. Bauabschnitt – ein Projekt für die ältere Generation in der Gemeinde. „Hier werden wir unsere Vorstellungen eines Sozialpflegekompetenzzentrums Landeshauptmann Hans Peter Doskozil unterbreiten“, so der Bürgermeister. Radics untermauerte die Vision, im Ortskern für Frequenz zu sorgen. Das Nachfolgeprojekt für die alte Volksschule, für das sich auch Landeshauptmann Doskozil starkgemacht hat, bringt Familien, Kleinkinder sowie die ältere Generation im Zentrum zusammen. „Uns schwebt ein im Burgenland einzigartiges System einer qualitätsgesicherten 24-Stunden-Pflegeversorgung vor“, so Radics. Jeweils drei betreute Personen teilen und finanzieren sich eine professionelle Pflegekraft (Pflegerin oder Pfleger) – unter der Aufsicht des Samariterbundes Schandorf. Das Obergeschoss ist für die Wohnungen der Pflegekräfte reserviert. Zudem wird ein Pflegeplatz garantiert, falls die ambulante Form nicht mehr ausreicht. Die Besucherinnen und Besucher der Infoveranstaltung zeigten sich den Projekten gegenüber sehr positiv.

Foto: Peter Seper

Eine neue Dorfmitte für alle Generationen

"Den Abschluss bildet in Phase 3 die Neugestaltung eines attraktiven Dorfplatzes. Der bestehende Baum sowie der markante Dorfbrunnen von Künstler Rudolf Kedl werden fest in die neue Begegnungszone integriert, um gemeinsam mit unserem Partner Gerald Guttmann von der BPM einen Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen", verspricht Alfred Kollar.
Im Anschluss an die Präsentation nutzten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich bei Brötchen und Getränken im persönlichen Gespräch mit den Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern sowie mit Alfred Kollar auszutauschen.

Foto: Peter Seper

Historischer Fund in der Zeitkapsel

Dass das leerstehende Gebäude schon bei seiner Entstehung ein Meilenstein war, bewies ein spektakulärer Fund: Eine Zeitkapsel von der Grundsteinlegung am 1. Oktober 1969 wurde geborgen. Der Bürgermeister verlas die historische Urkunde aus der Amtszeit des damaligen Bürgermeisters Johann Fikes, die eine moderne Schule für zwei Millionen Schilling dokumentiert. Da die Bausubstanz nach über 50 Jahren keine Sanierung mehr zulässt, wird nun Platz für Neues geschaffen. Das Motto bringt es auf den Punkt: Das Haus geht, aber das Ortszentrum bleibt lebendig.

Bürgermeister Joachim Radics las aus der gefundenen Zeitkapsel aus dem Jahr 1969 und fand vor welchen Herausforderungen Bürgermeister Fikis und der Gemeinderat damals standen.  | Foto: Peter Seper
  • Bürgermeister Joachim Radics las aus der gefundenen Zeitkapsel aus dem Jahr 1969 und fand vor welchen Herausforderungen Bürgermeister Fikis und der Gemeinderat damals standen.
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Dieser Brunnen - gestaltet von Rudolf Kedl und der Baum sollen in die Neugestaltung des Dorfplatzes integriert werdedn.  | Foto: Peter Seper
  • Dieser Brunnen - gestaltet von Rudolf Kedl und der Baum sollen in die Neugestaltung des Dorfplatzes integriert werdedn.
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