Erstes Zombieland Europas eröffnet in Markt Allhau

Lisa Ehrenreich und ihr Geschäftspartner Patrick Ernst haben die Marktgemeinde Allhau von ihrem Zombieland überzeugt.
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MARKT ALLHAU. Eigentlich hätte am 1. Juli ein neuer Freizeitpark in Markt Allhau eröffnet werden sollen. Diese skurrile Geschäftsidee stammt von der Grazerin Lisa Ehrenreich, die im Steingarten in Markt Allhau die perfekte Kulisse für ihr StartUp gefunden hat. Besitzer und Excalibur-Betreiber Markus Käfer war von der Idee sofort begeistert.

Startschwierigkeiten

Doch die Betreiberin des geplanten "Zombielandes" stieß anfgangs bei Bürgermeister Hermann Pferschy auf Widerstand. Ein wütendes facebook-Posting der 30-Jährigen dürfte den Ortschef dann so verärgert haben, dass er sogar die Umwidmung des Geländes durch den Gemeinderat in Betracht zog. "Natürlich können einen Zombies in der Gemeinde im ersten Moment abschrecken, aber ich habe dem Bürgermeister einen detaillierten Businessplan vorgelegt. Ich bekam sogar ein Anbebot aus Kärnten, meinen Park auf einem verlassenen Bahnhof zu errichten, aber die Location in Markt Allhau ist einfach perfekt und ich hatte schon so viel investiert", sagt Lisa Ehrenreich.

Unstimmigkeiten geklärt

Mittlerweile konnte glücklicherweise alles geklärt werden und das Zombieland wird mit etwas Verspätung voraussichtlich im August eröffnen. "Natürlich hat die Gemeinde Markt Allhau nichts dagegen, wenn sich neue Unternehmen ansiedeln. Das ganze beruhte meiner Meinung nach auf einem Missverständnis, es mussten erst alle Auflagen erfüllt und genehmigt sein", sagt VizeBgm. Alfed Lehner. Ortschef Hermann Pferschy (ÖVP) war bis Redaktionsschluss im Urlaub und nicht erreichbar. Mit etwas Abstand betrachtet ist die Idee a la "Walking Dead" ein einzigartiger Freizeitspaß, der bestimmt viele Menschen anlocken wird. "Es gibt sogar schon eine Anfrage von der Raiffeisenbank in Graz", so die Jungunternehmerin.

Ein Abenteuer der besonderen Art

Man kann unter verschiedenen Quests wählen, beispielsweise Impfstoffsuche, Last man standing, Domination oder der Professor. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade, man hat - wie in einem Computerspiel - mehrere Leben und es gibt mehrere Runden. Die Gruppe muss aus mindestens sechs Leuten bestehen, die aufgeteilt werden und die bestimmte Aufgaben erfüllen müssen. Jedem Trupp steht ein Schiedsrichter zur Seite. Im Gelände sind Paintball-Waffen versteckt, mit denen man sich gegen die Zombies wehren kann. Ein einzigartiges Erlebnis - nicht nur für Gamer.

Skurrile Events

Geplant sind außerdem regelmäßige Events, bei denen der Phantasie von Lisa Ehrenreich und ihrem Geschäftspartner Patrick Ernst keine Grenzen gesetzt waren: Von der ersten Einhornsafari über Werwolf-Urinverkostung, Monster-Speed-Dating bis hin zu Monstern in Tracht. Außerdem gibt es spezielle Kids-Days mit Schaumstoffguns, Clowns und einer Schnitzeljagd.

Viel Arbeit vor sich

Doch bis dahin heißt es Ärmel hochkrempeln und anpacken. Bis dato wurden bereits die Hütten rennoviert, der Boden geschottert, die Kegelbahn neu aufgebaut, Abrissarbeiten durchgeführt und die alles umwuchernde Pflanzenwelt gezähmt. Doch am Gelände ist noch einiges zu tun, um alle Ideen in die Tat umzusetzen: Eine Umzäunung, gut platzierte Autowracks und ein Baumhaus für den Sniper, um nur einige zu verraten. Rund 20 Mitarbeiter aus dem Bezirk und der nähren Umgebung sind bereits engagiert. Ein Mitarbeiter reist sogar aus Wien an, um einmal selbst Zombie sein zu dürfen.

Kommentar: Zombies müssen draußen bleiben

Autor:

Karin Vorauer aus Oberwart

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