Zivildienst: Neue Sanitäter braucht das Land

Das Schulungszentrum Süd ist seit Jahren Ausbildungsstätte für alle burgenländischen Zivildiener.
OBERWART (vb). „Mein Großvater hatte zwei Schlaganfälle, da ist mir bewusst geworden, wie wichtig es ist, wenn man in solchen Situationen auch wirklich richtige Hilfe leisten kann“, argumentiert Daniel Pieler seine Entscheidung Zivildienst zu leisten. Der Kemeter ist einer von insgesamt 38 jungen Männern im Alter von 18 bis 20 Jahren, die aktuell die Ausbildung zum staatlich anerkannten Rettungssanitäter im Schulungszentrum Süd des Roten Kreuzes absolvieren.

„San-Arena“ in Oberwart
Jährlich bildet das Schulungszentrum in Oberwart rund 150 Zivildienstleistende für alle Bezirksstellen des Roten Kreuzes Burgenland aus. „Dabei werden neben Erste Hilfe Kursen vor allem interne Ausbildungen wie eben zum Rettungs- oder Notfallsanitäter und laufende Fortbildungen angeboten“, erklärt der Leiter des Schulungszentrums, Christian Heinrich. Die Ausbildung besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Unterrichtet wird in den Lehrsälen, Praxiseinheiten gibt es auch im Freien bzw. im Keller des Schulungszentrums wo eine „San-Arena“ eingerichtet ist. Die Räumlichkeiten dabei wurden so adaptiert, dass man reale Situationen wie beispielsweise einen Verkehrsunfall oder einen Notfall auf einer Baustelle nachstellen kann.

„Klar wird einem mulmig“
„Jeder Rettungs- oder Notfallsanitäter hat hier bei uns in Oberwart auch die Möglichkeit, den Führerschein für das Rettungsauto zu machen“, berichtet Christian Heinrich weiter. Auch in diesem Kurs sind wieder Zivildiener aus anderen Bundesländern dabei. Einer davon ist Simon Geiger. Er kommt aus Kärnten. „Ich möchte im Oktober mit dem Studium beginnen. Durch die späte Musterung in meinem Bundesland wäre sich das nie ausgegangen, also absolviere ich meinen Dienst in den kommenden acht Monaten im Bezirk Jennersdorf.“
Großen Respekt und auch etwas Angst haben die jungen Männer schon vor dem, was während ihrer Zeit im Zivildienst auf sie zukommen könnte. „Klar wird einem mulmig wenn man an schwere Unfälle denkt, vor allem wenn vielleicht Kinder darin verwickelt sind“, so Zivildiener Daniel Pieler. Damit „Mann“ nicht wie der Kärntner Simon Geiger seinen Zivildienst in einem anderen Bundesland absolvieren muss, sollte man sich möglichst früh bei der entsprechenden Rotkreuz-Dienststelle melden. „Man kann sich schon vor der Musterung für einen Zivildiener-Platz bewerben“, informiert Pressesprecher Tobias Mindler. Die Einrücktermine für den Zivildienst sind jeweils in den Monaten Jänner, April, Juli und Oktober.

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Bezirksblätter Oberwart aus Oberwart

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