Bezirksvertretungssitzung
Beschlüsse in Ottakring – Ladezonen und mehr Defibrillatoren
- Bei der Sitzung in der Bezirksvorstehung ging es unter anderem auch "Grätzl-Ladezonen".
- Foto: mjp
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Vor der Sommerpause tagte die Ottakringer Bezirksvertretung ein letztes Mal. Neben sommerlichen Temperaturen standen vorwiegend Defibrillatoren, Grätzl-Ladezonen und ein Bekenntnis zur Vielfalt auf der Tagesordnung.
WIEN/OTTAKRING. Kurz vor den Hitzetagen Mitte Juni hat sich die Ottakringer Bezirksvertretung noch einmal versammelt, um zu tagen. Gleich zu Beginn waren jedoch auch hier die hohen Temperaturen zu spüren.
Um für wenigstens etwas Abkühlung zu sorgen, wurde an alle Bezirksrätinnen und Bezirksräte Eis verteilt. Auch deshalb waren dieses Mal kaum hitzige Gemüter zu finden – große Diskussionen blieben bei dieser Sitzung aus.
Neue Defibrillatoren und ein Sport-Angebot
Zustimmung fand daher bereits zu Beginn ein erster Resolutionsantrag der FPÖ, der von der Kommission für Gesellschaft, Gesundheit und Sport zur Annahme empfohlen wurde. In dem Antrag machte sich die FPÖ dafür stark, dass Behördengänge auch in Zukunft analog erledigt werden können. Die parteiübergreifende Einigung war auch bei einem weiteren Antrag zu spüren, der von der Kommission empfohlen und im Zuge der Bezirksvertretungssitzung behandelt wurde.
Denn einstimmig wurde beschlossen, dass weitere Defibrillator-Standorte in Ottakring geschaffen werden sollen. Auch beim Sport-Angebot im Bezirk fand man einstimmig einen gemeinsamen Nenner. Mit dem Antrag „Gemeinsam fit im Wienerwald“ von SPÖ und Grünen soll geprüft werden, ob es am Wilhelminenberg im Wienerwald möglich wäre, Fitnessparcours zu errichten.
"Grätzl-Ladezonen" kommen auch nach Ottakring
Nach dem Pilotprojekt in der Josefstadt möchte man nun auch in Ottakring auf „Grätzl-Ladezonen“ setzen. Damit sind Orte gemeint, an denen man trotz Parkverbots für Lieferzwecke oder andere kurze Besorgungen halten kann. Ein entsprechender Antrag von SPÖ und Grünen wurde hierfür von der Kommission zur Annahme empfohlen. „Mit den Grätzl-Ladezonen gibt es jetzt ein Instrument, mit dem man in dicht verbauten Gebieten Möglichkeiten schaffen kann, einen Parkplatz zu finden, wenn man wirklich ein Auto braucht“, unterstreicht Bezirksrat Konrad Loimer (Grüne).
Als Pilotgebiet habe man sich Abschnitte rund um den Yppenplatz oder die Hasnerstraße überlegt. Widerstand kam hingegen von FPÖ-Klubvorsitzender Britta Stumpf, die mit dem möglichen Testgebiet nicht einverstanden war, die Idee grundsätzlich jedoch befürwortete. Klubvorsitzender Stefan Trittner (ÖVP) sprach hingegen von einer Symptombekämpfung, die „punktuell einmal den Autofahrern Erleichterung bringen“ würde, aber das große Ganze nicht löse.
Der Antrag wurde dennoch gegen die Stimmen der FPÖ angenommen. Den Abschluss machte eine Resolution von SPÖ, Grünen, KPÖ/Links und Neos. Damit wollte man sich am Ende des Pride Month noch einmal zu mehr Vielfalt, Sichtbarkeit und den Rechten von LGBTIQ+-Personen bekennen. Die Resolution wurde schließlich mehrheitlich angenommen und beendete die Sitzung mit einem gemeinsamen Bekenntnis.
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