Gerüchteküche um Bauprojekt beim Flötzersteig

Einfamilienhaus statt großer Anlage: Noch ist das Grundstück am Ferdinand-Piatnik-Weg eine klassische Gstettn.
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  • hochgeladen von Mathias Kautzky

PENZING. Bei den Anrainern im Einfamilienhausgebiet beim Flötzersteig liegen nach dem Wohnbauprojekt in der Ludwig-Eckhardt-Gasse 35 die Nerven blank: Am Ferdinand-Piatnik-Weg 9 droht laut Gerüchten ein großes Bauprojekt. Von einem Monsterbau und einer Flächenwidmung auf Wunsch des Bauherrn ist die Rede.

Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner (SPÖ) beruhigt: "Von einer Umwidmung wissen wir in der Bezirksvorstehung nichts. Wenn ein Bauvorhaben eingereicht wird, kommt es in den Bauausschuss. Dann werden wir weitersehen. Zuständig ist bis dahin die MA 21." Außerdem halte sie nichts von Gerüchten. Man müsse eben abwarten, was dann wirklich eingereicht wird.

Die bz hat jetzt bei dem Grundstücksbesitzer, Stephan H., nachgefragt, um für Aufklärung zu sorgen.

Bemühung um Klarheit

Der Bauherr "möchte alle Gerüchte entkräften und die Fakten auf den Tisch legen". Er erklärt, dass das Grundstück im vergangenen Jahr von der Gemeinde versteigert worden sei und der Ausrufungspreis 23.000 Euro betragen habe. Erworben habe er die 709 Quadratmeter dann letztendlich um 77.000 Euro, die "schon hart an der persönlichen Schmerzgrenze gelegen" hätten.

Die dortige Flächenwidmung sei generell ungünstig, weil vorgeschrieben sei, dass man auf der unten liegenden Schattenseite des Grundstücks bauen müsse. Also habe er sich mit einer Nachbarin getroffen und sie gebeten, im Bauverfahren einer Verlegung der Bebauungsgrenzen um 2,1 Meter zuzustimmen – leider erfolglos. Dafür seien im Grätzel immer wieder Gerüchte aufgetaucht, dass hier praktisch ein neuer Hauptbahnhof entstehen solle. "Wir haben dann schlussendlich von dem Ansinnen einer Verlegung Abstand genommen", so der Besitzer. In Wirklichkeit wolle er auf seinem Grundstück ein "gewöhnliches Einfamilienhaus" mit 4,5 Metern Höhe bauen, "alles ganz normal und an die dortigen Verhältnisse angepasst". Die 4,5 Meter entsprechen auch der Flächenwidmung.

Schmunzelnd schließt Stephan H.: "Ich heiße zwar Stephan, möchte aber bestimmt keinen neuen Stephansdom errichten."

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