KPÖ enttäuscht
Trotz 1.200 Stimmen, Kendlerpark bleibt vorerst eingezäunt
- Die KPÖ Penzing kritisiert, dass die Bezirksvorstehung die Resolution abblockt und über 1.200 Unterschriften ignoriert.
- Foto: Janine Kokesch/MeinBezirk
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Seit Jahren wartet eine Wiesenfläche bei der U3-Station Kendlerstraße auf eine neue Nutzung. Nun sorgt das Areal erneut für Diskussionen.
WIEN/PENZING/OTTAKRING. Unter dem Motto „Her mit dem Kendlerpark!“ hat die KPÖ Penzing in den vergangenen Monaten für eine Öffnung des rund 1.200 Quadratmeter großen umzäunten Areals bei der U3-Station Kendlerstraße geworben. 2020 widmete die Stadt Wien das Areal für einen privaten Bauträger in Bauland um. Im Gegenzug verpflichtete sich das Unternehmen vertraglich dazu, auf einem Teil der Fläche einen öffentlichen Park für die Bevölkerung zu errichten.
Bis jetzt ist nichts passiert. Nach Angaben der KPÖ kamen jetzt mehr als 1.200 Unterschriften sowie rund 400 persönliche Kommentare aus der Nachbarschaft zusammen. Mit Haustürgesprächen, Informationsmaterial und Infoständen bei der U3-Station Kendlerstraße wurde für eine Zwischennutzung geworben.
Resolution wurde abgelehnt
Die eingebrachte Resolution wurde allerdings nicht auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung gesetzt. Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner (SPÖ) erklärt dazu: „In der Geschäftsordnung ist ganz klar geregelt, welche Anträge zur Bezirksvertretungssitzung zugelassen werden oder nicht. Darüber entscheidet der Vorsitzende. Diese Resolution war nicht zulässig. Deshalb haben wir in der Bezirksvertretungssitzung gar nicht über diesen Antrag beziehungsweise das Thema gesprochen.“
- Lena Coufal, Bezirkssprecherin der KPÖ Penzing, bezeichnet den fehlenden Baufortschritt als "Skandal".
- Foto: KPÖ Penzing
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Die KPÖ Penzing kritisiert diese Entscheidung. Bezirksrat Jonas Kraft sieht darin ein falsches Signal gegenüber den Menschen, die die Petition unterschrieben haben. Die Partei fordert weiterhin, den Bauzaun zu entfernen und die Fläche vorübergehend öffentlich zugänglich zu machen.
Was mit der Wiese passieren soll
Gerade in einem dicht bebauten Gebiet sieht die Partei darin eine ungenutzte Möglichkeit für mehr Grün und einen Treffpunkt im Grätzl. Die Wiese könnte bis zur endgültigen Umgestaltung als öffentlich zugängliche Grünfläche dienen. Außerdem soll die Stadt notwendige Arbeiten zur Herrichtung des Areals mit dem Teileigentümer abstimmen. Als Vorbild nennt die KPÖ das „Grätzlplatzl“ in der Johnstraße. Bis zur geplanten endgültigen Umgestaltung des Areals als Park – laut KPÖ für 2028 vorgesehen – soll dort eine konsumfreie Begegnungszone entstehen.
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