Neue Uni für Steinhof
Soros-Uni sucht Übergangsquartier ab 2019

Jetzt ist es fix: Die CEU startet schon bald in Wien. Ab 2022 wird sie ihren Standort im Otto-Wagner-Spital beziehen.
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  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

Die Uni von George Soros kommt. 2022 zieht die CEU ins Otto-Wagner Spital. Bis dahin sucht man Übergangslösungen.

PENZING. Optimistisch sei man gewesen, dass der Vertrag bis zum Herbst, also bis heute, unterschrieben sei. Doch die Verhandlung der Details gestalte sich schwieriger als gedacht, nicht zuletzt weil die Situation in Ungarn zwischen der Central European University (CEU) und Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orbán angespannt ist, um es höflich auszudrücken. Also gibt es bis auf Weiteres noch keinen genauen Termin dafür, wann die Uni aus Budapest nach Wien übersiedeln wird. Doch dass sie kommt, ist fix.

CEU: Ab Studienjahr 2019 in Wien

Die CEU wurde 1991 gegründet und ist eine in den USA akkreditierte Universität. Ihre neuen Master- und Doktoratsstudiengänge werden ab dem Studienjahr 2019/20 in Wien beheimatet sein. Man rechnet mit rund 1.500 Studierenden. Uschi Kainz von der Wirtschaftsagentur Wien, jener Stelle, die für die Stadt Wien die Verhandlungen mit der Uni führt, kann eines mit Sicherheit sagen: "Die CEU startet jedenfalls mit nächstem Studienjahr, also ab Oktober 2019, in Wien. Es gibt zwischen der Stadt Wien und der Uni ein gutes Vertrauensverhältnis."

Übergangsquartier gesucht: 2022 Umzug nach Steinhof

2019 wird jedoch der Standort am Otto-Wagner-Areal noch nicht bezogen. Dieser Schritt ist für das Jahr 2022 geplant. Bis dahin sucht die CEU ein Übergangsquartier. Auch hier ist man in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsagentur Wien. "Für das geplante Übergangsquartier haben wir geholfen, Immobilien zu scannen. Es gibt einige mögliche Standorte. Welche das sind, kann ich nicht sagen, das obliegt der CEU. Was das OWS betrifft, müssen die weiteren Planungen zügig in Angriff genommen werden", so Kainz. Die Vertragsverhandlungen sind komplex und politisch aufgeladen, daher verzögert sich die Unterschrift. Doch diese Verzögerungen sehe man bei der Stadt Wien mit einem "guten Gewissen". Man wolle das Beste verhandeln – immerhin wird der Mietvertrag auf 99 Jahre geschlossen.

In Österreich willkommen?

Dass die Universität des Holocaust-Überlebenden George Soros in Österreich willkommen ist, hat die CEU kürzlich auf einer Pressekonferenz zur Zukunft der Uni bestätigt. "Die CEU wurde von der Stadt Wien und von der österreichischen Regierung herzlich willkommen geheißen. Wir sind dafür sehr dankbar", heißt es von Leon Botstein von der CEU. Ob das so stimmt, ist fraglich. Denn der Wiener FPÖ-Klubobman Johann Gudenus hat schon im Frühling Sympathie für Orbáns Anti-Soros-Kurs bekundet. Nach Meinung des FPÖ-Bildungssprechers Maximilian Krauss ist die CEU sogar "völlig entbehrlich" und der Soros-Stiftung gehe es "nicht um objektive Arbeit im wissenschaftlichen Sinne". Die FPÖ ist immerhin Teil der Bundesregierung.

Bis 1. Dezember wird sich jedenfalls in Ungarn zeigen, ob Orbán und die CEU noch eine Einigung finden werden – und dann, in welchem Ausmaß die Uni auf dem Areal des Otto-Wagner-Spitals ihre Tore öffnen wird.

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