75.222 Stunden im Namen der Menschlichkeit
- Pausenlos unterwegs: Fast 7.000 Einsätze forderten die St.Georgener Sanis (hier bei einer Übung).
- hochgeladen von Eckhart Herbe
Wenn das Rote Kreuz St. Georgen an der Gusen Bilanz zieht, dann ist der Aktivpark4222 randvoll gefüllt. Der Jahresbericht 2016 beeindruckt und gibt gleichzeitig zu denken: Neuer Einsatzstundenrekord, Ausfahrten-Höchststand und eine durchbrochene Mitarbeiter-Schallmauer zeugen von der Unverzichtbarkeit humanitären Engagements.
ST. GEORGEN/GUSEN. "Wenn ihr es tut, dann macht ihr es mit riesiger Professionalität. Und euer Rezept, warum ihr dabei derartig erfolgreich seid ist, dass ihr es mit Freude macht." Bezirkshauptmann Werner Kreisl brachte treffend auf den Punkt, was in rund eineinhalb Stunden, multimedial aufbereitet vom ortsstelleneigenen PR-Team, als Erfolgsbilanz präsentiert wurde. Kaum vorstellbare 75.222 Stunden war das RK-Team in den sechs Gemeinden seines Einzugsgebietes im Einsatz. Eine stolze und gleichzeitig betroffen machende Zahl - immer mehr Menschen brauchen Hilfe. 6.967 Ausfahrten, 236 mehr als im Vorjahr, und mit fast 224.000 gefahrenen Kilometern fünfeinhalb Erdumrundungen illustrieren dies drastisch. Bevölkerungswachstum, steigender Altersschnitt und Pflegebedürftigkeit, aber auch das Auseinanderbrechen von Familien und Sozialsystemen sind längst im Zentrum unserer Gesellschaft angekommen.
Ansturm auf Soziale Dienste
670 Menschen suchten in der Sozialberatungsstelle Rat und Hilfe. Überforderung mit pflegebedürftigen Angehörigen, Arbeitslosigkeit, sozialer Abstieg oder Wohnungsprobleme sorgten für einen Ansturm. Alleine 150 Bedürftige aus St. Georgen und vier Nachbargemeinden sind unfreiwillige Kunden des mobilen Sozialmarktes, ebenfalls vom Roten Kreuz betrieben. 20.400 warme Mahlzeiten stellte Essen auf Rädern gebrechlichen Mitbürgern in und um St. Georgen zu, ergänzend 3.800 Portionen das Katsdorfer Team. Auch hier boomt die Nachfrage. Letztendlich sorgten auch 248 Hausbesuche bei vereinsamten Menschen für Lichtblicke in dunklen Tagen.
Mitarbeiterschallmauer durchbrochen.
Eine Zahl ziert die Bilanz 2016 besonders : Erstmal in der Ortsstellengeschichte wurde die Schallmauer von 300 Aktiven geknackt. 52.400 Stunden freiwilliges Engagement - um gleich 4.000 mehr als 2015 und monetär der Gegenwert von 1.310 achtstündigen Arbeitstagen hochqualifizierter Mitarbeiter - können angesichts der vielen Aufgaben gar nicht hoch genug eingeschätzt werden! Mit professioneller PR und herzlichem Dienststellenklima gelang es den St. Georgenern, im Vorjahr gleich 32 neue Sanis und 36 Jugendrotkreuzkinder anzulocken. Besonders auffällig: Die Frauenpower in allen Bereichen. Starke Rotkreuzfrauen jeden Alters beeindrucken ihre Blaulichtkollegen im Sozialbereich ebenso wie auch bei härtesten Einsätzen immer öfter in Führungsrollen mit Kompetenz und Charme.
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