Umwelt
SOS-Kinderdorf Rechberg setzt sich für Klimaschutz ein

Die Kinderdorf-Gemeinschaft Rechberg verwirklichte voriges Jahr viele Projekte zum Klimaschutz. Unter anderem entstand eine Wildblumenwiese für Insekten.
  • Die Kinderdorf-Gemeinschaft Rechberg verwirklichte voriges Jahr viele Projekte zum Klimaschutz. Unter anderem entstand eine Wildblumenwiese für Insekten.
  • Foto: SOS-Kinderdorf
  • hochgeladen von Helene Leonhardsberger

Der Klimawandel bereitet der Jugend große Sorgen, wie aus einer Studie von SOS-Kinderdorf hervorgeht. Die SOS-Kinderdorf-Gemeinschaft Rechberg setzt sich mit vielen kleineren und größeren Projekten für Umweltschutz ein.

RECHBERG. Vorige Woche wurden im Umweltausschuss des Parlaments die Forderungen des Klimavolksbegehrens und die klimapolitische Zukunft diskutiert. Im SOS-Kinderdorf Rechberg wollten die Kinder und Jugendlichen nicht länger warten und legten mit eigenen Ideen zum Klimaschutz los.
Laut einer aktuellen Studie von SOS-Kinderdorf würden 57 Prozent der Kinder und Jugendlichen mehr für den Klima- und Umweltschutz tun, wissen aber nicht genau, wie. Ein Zuruf, den die Pädagogen im Kinderdorf Rechberg ernst genommen haben. Gemeinsam wurde analysiert, was unsere Umwelt belastet. „Schnell war den Kindern klar, dass jeder seinen Betrag leisten kann und muss“, freut sich der pädagogische Leiter Reinhold Kapusta. Ergebnis war eine Sammlung von Ideen, die voriges Jahr von der Dorfgemeinschaft umgesetzt wurden.

Blumenwiese, Fahrgemeinschaften, Do-it-yourself

Die neu angelegte Wildblumenwiese ist eine der guten Lösungen für den Umwelt- und Artenschutz. Unter der fachkundigen Anleitung von Barbara Derntl, Geschäftsführerin des Naturpark-Vereins, pflanzten alle Kinder und Jugendlichen ein Reich für Bienen, Hummeln und andere Insekten am Dorfgelände. Mit selbst hergestellten Bienenwachstüchern sagt das SOS-Kinderdorf Rechberg dem Verpackungsmüll den Kampf an. Auch diese wurden gemeinsam mit den jungen Menschen selbst hergestellt. Die Dorfgemeinschaft setzt auf regionalen Einkauf und bildet Fahrgemeinschaften. Mit Do-it-yourself-Ideen inspiriert die Kinderdorf-Familie Mayr zu einem bewussteren Alltag. Sie stellt Badekugeln, Lippenbalsam und Geschenkpapier her. Auch bei der Ernährung wird darauf geachtet, dass vieles selbst gekocht und zubereitet wird. Kräuter aus eigenem Anbau verfeinern die Speisen.

„Wenn wir nichts ändern, werden wir sehr schlecht leben und uns einreden, dass eh alles okay ist."
Lena, 12 Jahre

Jugendliche haben Angst vor Klimawandel

Eine Studie, die SOS-Kinderdorf in Zusammenarbeit mit dem Institut für Jugendkulturforschung durchgeführt hat, ist der Klimawandel auch während Corona die größte Sorge der Kinder und Jugendlichen: 85 Prozent finden, das wir drauf und dran sind, unseren Planeten zu zerstören. 83 % haben Sorge, dass die Luft immer schlechter wird und 70 % haben Angst, dass sich die Folgen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung negativ auf ihre Gesundheit auswirken wird. „Diese Ängste nehmen wir sehr ernst“, sagt SOS-Kinderdorf-Leiter Gerhard Pohl. „Unsere Kinder und Jugendlichen erkennen, wie wichtig und dringend das Thema ist. Wir unterstützen sie auf dem Weg in ein klimaschonendes Leben."


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