29.03.2017, 08:02 Uhr

"Die Welt ein bisschen gerechter machen"

Martin Kraschowetz ist sowohl Vorsitzender der Kinderfreunde Mühlviertel als auch des Vereins "Chancengerechtigkeit". (Foto: BezirksRundschau)

Martin Kraschowetz und Karoline Buchberger-Plank wurden für den "Florian 2017" nominiert.

ST. GEORGEN/GUSEN, LUFTENBERG. Ehrenamtliche Tätigkeiten gehören für viele Menschen zum Alltag. So auch bei Martin Kraschowetz aus St. Georgen/Gusen. Seit 1976 ist er bei den Kinderfreunden aktiv. "Damals leiteten meine Eltern Gruppenstunden für Kinder und ich durfte mit vier Jahren zum ersten Mal dabei sein", erklärt der zweifache Familienvater. Trotz beruflichen Aufenthalten im Ausland, interessierte sich Kraschowetz immer für die Aktivitäten der Kinderfreunde und wurde folglich 2004 in den Vorstand der Mühlviertel-Fraktion gewählt. Als Bereichssprecher war er damals für alle 40 Ortsgruppen, die das Mühlviertel umfasst, verantwortlich. Zehn Jahre nach seiner Wahl in den Vorstand, beförderten ihn seine Mitglieder zum Vorsitzenden der Kinderfreunde Mühlviertel und somit zur Verantwortungsperson für 300 ehrenamltiche Mitarbeiter.

Mehr Menschen motivieren

Erst vor rund zwei Wochen stellte sich Kraschowetz der Wiederwahl und wurde mit 100 Prozent der Stimmen bestätigt. Allerdings ist diese ehrenamtliche Tätigkeit nicht die einzige im Leben von Martin Kraschowetz. Besonders stolz ist er auf seine Funktion als Vorsitzender des Vereins "Chancengerechtigkeit". "Wir möchten Menschen, die sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt fühlen eine zweite Chance geben. Außerdem betreuen wir Jugendliche und Erwachsene die aus einer psychischen Behandlung kommen." In Zusammenarbeit mit dem Neuromed Campus in Linz (ehemaliges Wagner-Jaurregg) unterstützte der Verein in seinem sechsjährigen Bestehen bereits 280 Menschen.
Desweiteren ist Martin Kraschowetz als kaufmännischer Geschäftsführer des "Mühlfunviertels", das Familien eine Urlaubsalternative in Klaff am Hochficht anbietet und als Vorsitzender der Familienakademie Mühlviertel ehrenamtlich eingespannt. Warum der hauptberufliche Zukunftskoordinator der Voest-Alpine all diese unbezahlten Tätigkeiten wahrnimmt? "Ich möchte die Welt ein Stück weit gerechter machen und noch mehr Menschen motivieren sich ehrenamtlich zu betätigen."

Ehrenamt als großes Hobby

Auch Karoline Buchberger-Plank ist im Rahmen der Kinderfreunde ehrenamtlich unterwegs. Seit 17 Jahren veranstaltet die Sonderschullehrerin jede Woche Heimstunden für Kinder verschiedenster Altersgruppen. Spielen, Basteln, Singen und Tanzen stehen dabei auf dem Programm. "Ich überlege mir immer wieder etwas neues und habe mich in all den Jahren noch nie wiederholt." War es anfangs eine Gruppe mit 20 Kindern, so sind es heute drei Altergruppen mit 20 bis 35 Kinder.
Wie wichtig die ehrenamtliche Tätigkeit der jungen Mutter ist, beweist die Tatsache, dass sie nur zwei Wochen nach der Geburt ihres Sohnes eine Heimstunde abhielt. "In 17 Jahren musste ich erst einmal krankheitsbedingt absagen", lacht Buchberger-Plank. Droht eine Stunde in einer Nachbargemeinde auszufallen, springt sie auch dort ein. Als Zwang sieht Karoline Buchberger-Plank ihre ehrenamtliche Tätigkeit dennoch nicht, viel mehr als ihr großes Hobby.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.