Märchenerzählerin aus Taxenbach
Die Märchen wieder neu entdecken

- Märchenerzählerin Iris Unterhofer machte ihr Liebe für Märchen zu ihrem Beruf.
- Foto: Schermtax
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Märchen gehören zur Kindheit dazu und jeder kennt wohl die beliebten Geschichten, von denen man als Kind nicht genug bekommen konnte. Für Iris Unterhofer sind Märchen aber nicht nur eine Kindheitserinnerung, sondern sie gehören auch zu ihrem Beruf.
TAXENBACH. "Bereits als Kind liebte ich Märchen, meine Großmutter hat mir immer viele erzählt. Ich liebte auch die Natur und war viel im Wald unterwegs, lernte von meinem Großvater schnitzen, und so weiter...", erzählt sie von ihrer Kindheit. Wie es wohl bei den meisten so ist, gerieten die Märchen dann wieder in den Hintergrund.
"Als ich dann nach Tansania bin um zu arbeiten, entdeckte ich die Märchen neu", meinte sie dann. Nur dieses Mal ging es nicht um Prinzessinnen und Prinzen, sondern um Hyänen und andere Wildtiere.

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Mit Märchen lernen
Unterhofer arbeitete zehn Jahre in der Sozialarbeit, in dieser Zeit machte sie nebenbei Lehrgänge zum Thema Märchen verstehen, Wildnispädagogik und eine Ausbildung zur Kräuterfachfrau. Ebenso hat Unterhofer vor zwei Jahren eine Ausbildung zur Biographiearbeit gemacht. "Ich habe dann gemerkt, dass ich nicht mehr in dieser Branche arbeiten möchte und habe ich mich dann selbstständig gemacht.", erzählt sie. Natur und Märchen lässt sie bei ihrer Arbeit ineinander fließen, somit bekommen Kinder nicht nur eine Geschichte zu hören, sondern sie lernen auch noch etwas. "Zum Beispiel wenn es in einem Märchen um einen Baum geht, dann schnitze ich mit den Kindern.", erklärt sie dazu. "Es gibt da so viele tolle Märchen, die sich toll mit der Wildnispädagogik verbinden lassen."
Pläne für 2024
Erzählen tut sie vor allem alte Volksmärchen aus aller Welt. "Diese Geschichten, die im Volk gewachsen sind und weiter und weiter erzählt worden sind, sind mir einfach näher als Kunstmärchen", fügt sie hinzu. "Märchen wollen immer etwas vermitteln und bei Volksmärchen ist diese Botschaft etwas feiner verwurzelt. Ich mache auch gerne kleine Philosophie-Runden mit den Kindern, da jedes Kind in den Märchen etwas anderes entdeckt und hinein interpretiert." Arbeit hat die Taxenbacherin auch nicht zu wenig. Im Sommer ist der Terminkalender immer besonders voll.
In 2023 hat sie auch viel ihrer Zeit in die Taxenbacher Chronik gesteckt und es sogar geschafft, zwei Sagen ausfindig zu machen, welche zuvor noch nicht niedergeschrieben waren und nur mündlich weiter gegeben wurden. Fürs Jahr 2024 gibt es ebenfalls bereits große Pläne. Sie und ihr Mann Martin haben vor zwei-einhalb Jahren in Fusch eine Alm gekauft, bei dieser Camps und Workshops für Kinder und Erwachsene veranstaltet werden. Ab Frühjahr soll besonders viel Zeit darin investiert werden, damit es in Zukunft mehr Projekte auf der Alm geben kann.
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