FeierFest
Krampus-Gaudi ohne Promille

Stehend: Lukas Schmiderer, Krampusreferent des Gauverbandes, Bezirkspolizeikommandant Kurt Möschl, Daniel Nicka vom Jugendzentrum Zell am See, Harald Crepaz, Obmann-Stellvertreter des FC Zell am See, Bezirkshauptmann Bernhard Gratz, Johannes Schindlegger von Akzente, Regionalmanager Michael Payer und Gauobfrau Elfriede Innerhofer
Kniend: Maximilian Hartl und Serkan Coban von der Zeller Pass "D'Grinzwoid Teifi".
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  • Stehend: Lukas Schmiderer, Krampusreferent des Gauverbandes, Bezirkspolizeikommandant Kurt Möschl, Daniel Nicka vom Jugendzentrum Zell am See, Harald Crepaz, Obmann-Stellvertreter des FC Zell am See, Bezirkshauptmann Bernhard Gratz, Johannes Schindlegger von Akzente, Regionalmanager Michael Payer und Gauobfrau Elfriede Innerhofer
    Kniend: Maximilian Hartl und Serkan Coban von der Zeller Pass "D'Grinzwoid Teifi".
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FC Zell am See, Jugendzentrum und Krampus-Pass zeigen, wie man auch ohne Promille ordentlich feiern kann.

ZELL AM SEE. Aggressives Verhalten und Alkoholexzesse sind bei vielen Krampus-Veranstaltungen gang und gäbe. Dass es auch anders geht, bewiesen der FC Zell am See und das Jugendzentrum Zell am See (JUZ), als sie vergangenes Jahr zum Krampuskränzchen mit der Zeller Pass "D'Grinzwoid Teifi" luden. Das Fest war ein voller Erfolg – und wurde mit dem FeierFest Gütesiegel ausgezeichnet.

Die Gütesiegel-Richtlinien
  1. Der Veranstalter nimmt bereits im Vorfeld mit Gemeindeamt bzw. Bezirks­hauptmannschaft, der Polizei und der Rettung Kontakt auf und sorgt für die notwendigen Informationen der Mitarbeiter was die Einhaltung nachfolgen­ der Bedingungen betrifft. Verantwortliche des Festes sind klar benannt.
  2. Die Werbung für die Veranstaltung enthält keine Lockangebote für preiswerten Alkohol. Alkohol steht in der Werbung nicht im Vordergrund, es finden keine Trinkanimationen oder Trinkspiele statt. Die Altersgrenzen werden bei der Alkoholabgabe konsequent eingehalten. Kein Alkoholausschank an stark Alkoholisierte.
  3. Geeignetes, geschultes und erkennbares Ordnungspersonal (Security, Mitarbeiter­ des Vereins, Sanitäter, Feuerwehr,…) sorgen für Sicherheit. Richtwert: Pro 50 Besucher ein Ordner oder Mitarbeiter.
  4. Die Eingangskontrolle ist klar geregelt und wird durch Ordnungspersonal durchgeführt. Das Mitbringen von Alkohol oder gefährlichen Gegenständen ist verboten. Die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes ist obliga­torisch. Betrunkene werden nicht eingelassen. Die Altersgruppen werden für die Getränkeausgabe und für die Anwesenheitszeiten sichtbar gekennzeichnet.
  5. Das Fest beinhaltet ein attraktives, dem Anlass und der Zielgruppe angemessenes, Programm.
  6. Das Hauptprogramm beginnt spätestens um 21 Uhr.
  7. Der Veranstalter vereinbart mit der Band, wie laut sie spielen darf und sorgt für einen behutsamen Ausklang: eine Stunde vor Schluss die Live­Musik beenden, den Ausschank herunterfahren, das Licht langsam heller werden lassen, die letzten Gäste freundlich „hinausbegleiten“ und für einen sicheren Heimbringerdienst sorgen.
  8. Es stehen mindestens drei attraktive alkoholfreie Getränke zur Verfügung, die in gleicher Menge billiger sind, als das günstigste alkoholische Getränk.
  9. Der Eintrittspreis wird in voller Höhe bis um 1 Uhr verlangt. Empfehlung: Bei Verlassen des Veranstaltungsraumes oder –geländes wird bei der Rückkehr der volle Eintrittspreis erneut fällig.
  10. Der Veranstalter stimmt der Veröffentlichung der Veranstaltungsdaten und der Überprüfung der Gütesiegel-­Kriterien zu und ermöglicht hierfür Mitgliedern des Gütesiegel­Komitees freien Eintritt zum Fest.

Es ist das erste Mal, dass dieses für eine Krampus-Event verliehen wird. "Immer wieder kommt es bei solchen Veranstaltungen zu Problemen – nicht nur im Pinzgau, sondern landesweit", erklärt Bezirkspolizeikommandant Kurt Möschl. "Daher freut es mich besonders, dass sich die Veranstalter vorgenommen haben, unser Gütesiegel zu erhalten und die Kriterien auch erfüllen konnten."

Krampusse hautnah erleben

"Krampusrummel sind Hardcore-Ereignisse, was den Alkoholkonsum betrifft", ergänzt Johannes Schindlegger von Akzente Pinzgau. "Die Veranstalter des Krampuskränzchens haben es aber geschafft, dass die Gäste nicht primär ans Saufen dachten." Das bestätigen auch die Mitglieder der "Grinzwoid Teifi" – und die müssen es ja wissen, sind sie doch auf vielen Krampusläufen im Pinzgau vertreten.

"Der Sportplatz war trotz des Regens gut gefüllt und es war klar – hier stehen der Brauchtum und die Kinder und Jugendlichen im Vordergrund, nicht der Alkohol", zeigt sich Maximilian Hartl von den "Grinzwoid Teifi" beeindruckt. "Wir waren selbst auch nicht immer die Vorzeige-Pass, doch wir wollen diese 'gute Schiene' unbedingt weiterfahren und freuen uns schon, wenn wir beim heurigen Kränzchen wieder dabei sein dürfen", sind er und seine Krampus-Kollegen überzeugt.

"Die Show der 'Grinzwoid Teifi' war das Highlight des Abends", findet Daniel Nicka vom JUZ lobende Worte für die Krampusse. "Keiner in der Gruppe war alkoholisiert und die Mitglieder unterschieden feinfühlig, wo man sich ruhig und gesittet verhält und wem man auch mal etwas Angst machen kann. So gab es die Krampusse zum Anfassen und zum Fürchten zugleich."

Die  Zeller Pass "D'Grinzwoid Teifi" wurde im Zuge des Krampuskränzchens mit dem FeierFest Gütesiegel ausgezeichnet. Die beiden Mitglieder Maximilian Hartl und Serkan Coban (beide aus Saalfelden) nahmen das Zertifikat mit Freude entgegen.
  • Die Zeller Pass "D'Grinzwoid Teifi" wurde im Zuge des Krampuskränzchens mit dem FeierFest Gütesiegel ausgezeichnet. Die beiden Mitglieder Maximilian Hartl und Serkan Coban (beide aus Saalfelden) nahmen das Zertifikat mit Freude entgegen.
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Kramperl-Spaß mit Maß

Die passende Musik zum Krampus-Spektakel lieferten die jungen DJs des JUZ, um den Ausschank kümmerte sich Antonia Mühlberger vom FC gemeinsam mit den Nachwuchstrainern und Betreuern des JUZ und Streetwork Pinzgau. "Da das Barpersonal fast alle Jugendlichen kannte, mussten nur wenige Ausweise kontrolliert werden", erklärt Daniel Nicka.

Auch das Problem, dass Alkohol an zu junge Besucher ausgeschenkt wird, wurde damit behoben. Zusätzlich bekamen junge Krampus-Fans gratis alkoholfreie Getränke, auch der alkoholfreie Punsch war kostenlos. "Wir hatten auch Glühwein und Bier für die Erwachsenen, aber davon blieb am Ende sogar was übrig", grinst Daniel Nicka.

Damit bewiesen sie, dass Alkohol und Brauchtum zwar oft Hand in Hand gehen, man aber auch ohne Promille schaurig-schönen Krampus-Spaß haben kann. Seitens des Gütesiegel-Komitees hofft man nun auf ganz viele Nachahmer, besonders in der Krampus-Szene.

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Autor:

Johanna Grießer aus Pinzgau

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