Volksschule Bruck
Mit dem Lernteppich die Heimat begreifen

Präsentation des Lernteppichs: Bürgermeister Herbert Burgschwaiger (hinten 2. v. l.) mit Sponsoren, Gemeindevertreter und den Projekt-Entwicklerinnen
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  • Präsentation des Lernteppichs: Bürgermeister Herbert Burgschwaiger (hinten 2. v. l.) mit Sponsoren, Gemeindevertreter und den Projekt-Entwicklerinnen
  • hochgeladen von Beate Meixner

Wenn kein geeignetes Unterrichtsmaterial vorhanden ist, muss man es selber entwickeln. Eine innovative Idee mit einem interessanten Ergebnis.

BRUCK. Bei der Präsentation des neuen Lernteppichs in der Volksschule Bruck wollten nicht nur die Kinder, sondern auch viele erwachsene Anwesende am liebsten sofort anfangen zu spielen. Bruck hat die erste Schule im Pinzgau, wo diese begehbare Landkarte im Unterricht verwendet wird. "Die Heimat begreifbar machen", lautete das Ziel der Entwicklerinnen dieses Projekts.

"Da bin i dahoam"

Die drei Lehrerinnen Gabi Wagner, Elisabeth Grutschnigg und Susanne Fink unterrichten an einer Volksschule in Bad Gastein im Pongau und wissen daher aus der Praxis, welches Material sinnvoll ist. Weil es nichts gab, haben sie es selber entworfen. Es gibt Symbole, Karten, Figuren etc. für alle fünf Bezirke des Landes. Auf der Karte tummeln sich Skifahrer, Einsatzfahrzeuge, Berge, Kraftwerke etc. die nach belieben bewegt und verschoben werden können. Es gilt das Land aus verschiedenen Gesichtspunkten zu durchleuchten bzw. verschiedene Themen zu visualisieren.

Auf dem Satellitenbild sind auch die kleinsten Weiler der Heimatgemeinde zu finden, gerade das sei für die Schüler besonders wichtig, so Elisabeth Grutschnigg. "Die Kinder wollen sehen, da bin i dahoam. Durch das Anschauungsmaterial können sie es auch er- und begreifen. So erhalten sie eine fundierte, fächerübergreifende Ausbildung, die sie sich auch viel besser merken", schildert die Pädagogin. "Wenn die Kinder sehen was das Land zu bieten hat, bleiben sie auch lieber in der Region".

Schlicht aber effektvoll

Gemeindevertreter Klaus Horvat, der im Pongau tätig ist, hat die Gemeinde auf diesen Lernteppich aufmerksam gemacht. "Das ist ein Lehrmittel aus der Region und wurde von Lehrerinnen entwickelt, die wissen was gebraucht wird. Sie müssen mit der Problematik kämpfen, dass meist nur altes Material vorhanden ist, das nicht auf regionale Besonderheiten Bezug nimmt. Es ist sehr beindruckend, was sie entworfen haben", so Horvat.

Bürgermeister Herbert Burgschwaiger konnte mit Leitgöb Wohnbau und Salzburg Wohnbau zwei Sponsoren finden, dadurch wurde nun das Projekt erstmals im Pinzgau realisiert. Martin Leitgöb, Geschäftsführer von Leitgöb Wohnbau zeigte sich begeistert von der Schlichtheit dieses Material. "Man kniet sich hin und greift nach einem Holzberg, das ist so simpel und anschaulich. Gerade heute in dieser digitalisierten und technologisierten Welt erscheint mir das besonders wertvoll", so Leitgöb.

Bürgermeister Burgschwaiger hofft nun, auch für die Volksschule in St. Georgen einen Lernteppich finanzieren zu können. Das Gesamtpaket kostet 10.000 Euro, für zehn Schulen gibt es dafür im Jahr 2019 eine Förderung des Landes über 3.500 Euro. Nähere Infos:
"Salzburg begreifen"

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Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

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